Wladiwostok Kim und Putin zu erstem Gipfel zusammengetroffen

In Wladiwostok hat der historische Gipfel zwischen Nordkoreas Machthaber Kim und dem russischen Präsidenten Putin begonnen - vorab gab es freundliche Worte.

Alexei Nikolsky/ Sputnik/ AP

Im russischen Wladiwostok hat das historische Treffen zwischen Russlands Präsidenten Wladimir Putin und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un begonnen. "Ich freue mich, sie hier zu sehen", sagte der Kremlchef, als sich beide Politiker unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen auf der Insel Russki - einem Gelände der Fernöstlichen Universität - erstmals die Hände schüttelten. Im Mittelpunkt des Gipfels stehen das umstrittene nordkoreanische Atomwaffenprogramm und die bilaterale Zusammenarbeit.

Putin sagte, er wolle sich für "positive" Entwicklungen auf der koreanischen Halbinsel einsetzen. Außerdem gebe es viel Raum für eine Verbesserung der wirtschaftlichen Beziehungen beider Länder. Kim sagte, er wolle die "traditionellen Verbindungen" zu Moskau stärken.

Machthaber Kim hatte mit seinem gepanzerten Sonderzug am Mittwoch die Grenze zwischen Nordkorea und Russland überquert. Stunden später war er in der Hafenstadt Wladiwostok im äußersten Osten Russlands angekommen. Er hatte angekündigt, dass dies nicht sein letzter Besuch sein solle. "Das ist nur der erste Schritt." Nach einem Empfang mit militärischen Ehren zog sich der 35-Jährige zurück. Putin war kurz vor dem Treffen mit dem Flugzeug in Wladiwostok eingetroffen.

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Kim besucht Putin: Mit der Lok nach Wladiwostok

Die Gespräche finden inmitten neuer Spannungen zwischen Nordkorea und den USA im Streit um Pjöngjangs Atomprogramm statt. Im Februar war ein Gipfeltreffen zwischen Kim und US-Präsident Donald Trump in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi gescheitert.

Russland ist wie die USA für eine Abrüstung, setzt sich aber auch für Zugeständnisse an Nordkorea ein. Kim hatte nach seiner Ankunft gestern die Hoffnung geäußert, dass das Treffen mit Putin erfolgreich und nützlich verlaufe. Kim hofft angesichts der Probleme in seinem Land auf wirtschaftliche Hilfe Russlands.

Der Kreml hatte vor dem Zusammentreffen mitgeteilt, im Mittelpunkt der Gespräche solle "eine politische und diplomatische Lösung für das Atomproblem auf der koreanischen Halbinsel" stehen. Kim ist der dritte Machthaber aus seiner Familie, der Wladiwostok für Gespräche besucht.

asc/dpa/AFP



insgesamt 2 Beiträge
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s.l.bln 25.04.2019
1. Tatsächlich haben die Russen...
...Kim nichts anzubieten, außer ein wenig positiver Publicity für die Heimatfront. Selbst in der inzwischen intellektreduzierten Trump Administration wird es jemanden geben, der das weiß. Russland leidet selbst unter den West Sanktionen und hat solange kein Mittel dagegen, wie es nicht gelingt, den Zusammenhalt des Westens komplett zu zersetzen. Das Rennen darum läuft, auch dank Putins offiziellem Wunschpräsidenten im weißen Haus. Die Hoffnung ist wohl, daß deren Treffen Trump irgendwie triggert und sie könnte sogar aufgehen. Der würde auch so gerne im Kreise der Autokraten ankommen, wo das gesamte Land kuscht, wenn der Führer die Stimme erhebt und muß nun auf seinen 6 Fernsehern miterleben, wie die (zuhause) wahrhaft Mächtigen " mein rechter rechter Platz ist leer" ohne ihn spielen.
oldseaman1947 25.04.2019
2.
Durch eigenes Erleben verabscheue ich Kim`s System. Aber aus seiner Sicht kann eine Annäherung an Russland sicherlich mehr Erfolg bringen .Putin ist Pragmatischer ,der eiert nicht rum .Nach dem Treffen fliegt Putin nach China ,das sagt doch einiges. Der Westen regiert mit Druck und Sanktionen und scheitert .Und durch diese Politik tritt der Westen auch noch Süd Korea in den Hintern .
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