Nach Treffen mit Putin Kim reist vorzeitig aus Russland ab

Delfinarium-Besuch in Wladiwostok abgesagt: Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ist früher als geplant auf der Rückreise nach Pjöngjang. Dem Gipfel mit Kremlchef Wladimir Putin soll ein Gegenbesuch folgen.

Kim Jong Un, Nordkoreas oberster An- und Zugführer
REUTERS

Kim Jong Un, Nordkoreas oberster An- und Zugführer


Inhaltlich war der Gipfel zwischen Russlands Präsident Wladimir Putin und Kim Jong Un kein großer Wurf. Nun ist der nordkoreanische Machthaber auch noch früher als geplant aus dem sibirischen Wladiwostok zurück nach Pjöngjang gereist.

Er sei bereits mit seinem gepanzerten Zug auf dem Heimweg, meldeten russische Agenturen. Ursprünglich waren noch Besuche im Theater und im Delfinarium von Wladiwostok geplant. Warum Kim früher nach Nordkorea abreiste, war bislang nicht bekannt.

Zuvor hatte Kim noch ein Kriegsdenkmal für die sowjetische Pazifikflotte im Zweiten Weltkrieg im Stadtzentrum besucht und dort Blumen niedergelegt. Danach habe es noch einen Empfang für Kim in einem traditionellen russischen Restaurant gegeben, bestätigte der Gouverneur der Region, Oleg Koschemjako. Dort sei auch schon Kims Vater, Kim Jong Il, bei seinem Russland-Besuch 2002 zu Besuch gewesen. Kim habe exakt das gleiche Menü serviert bekommen, sagte der Gouverneur.

Nordkorea: Putin hat Gegenbesuch zugesagt

"Leider hat Kim Jong Un nicht alles gesehen, was er sich vorgenommen hatte", sagte der Politiker Koschemjako. Er hoffe aber, dass Kim wieder nach Wladiwostok reisen werde und er ihm alles zeigen könne.

Am Donnerstag waren Kim und Putin zum ersten Mal zu einem Gipfel zusammengekommen. Im Mittelpunkt des Treffens standen das umstrittene nordkoreanische Atomwaffenprogramm und die bilaterale Zusammenarbeit.

Zum Abschluss hatte Kim seinen russischen Amtskollegen noch zu einem Gegenbesuch eingeladen. Die amtliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA berichtete, Kim habe Putin vorgeschlagen, das Land "zu einem passenden Zeitpunkt" zu besuchen. Der russische Staatschef habe die Einladung angenommen.

cht/dpa/AFP

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