Nordkoreanischer Diktator Kim will erstmals nach Südkorea reisen

Ein Brief aus Nordkorea nährt Hoffnung auf Entspannung im Koreakonflikt: Machthaber Kim Jong Un kündigt darin mehrere Treffen mit dem Präsidenten Südkoreas an.

Kim und Moon beim Treffen im April 2018
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Kim und Moon beim Treffen im April 2018


Er bedauere, dass er im zu Ende gehenden Jahr nicht wie vereinbart nach Seoul gekommen sei, schreibt Kim in einem am Sonntag bekannt gewordenen Schreiben an den südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In. Kim äußerte seine "starke Entschlossenheit", dies im neuen Jahr nachzuholen. Er hoffe auf häufige Treffen mit Moon im neuen Jahr.

Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un will dem Schreiben zufolge im neuen Jahr erstmals zu Gesprächen in die südkoreanische Hauptstadt Seoul reisen. Ziel sei die Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel, also die Vernichtung von Nuklearwaffen.

In den vergangenen Monaten, nach drei Gipfeltreffen zwischen Moon und Kim, haben sich die Beziehungen zwischen beiden Staaten entspannt. Die Treffen nährten die Hoffnung auf ökonomische Entspannung; Nordkorea strebt an, dass internationale Handelssanktionen aufgehoben werden.

Auch militärische Deeskalation wurde verabredet: Minen und Waffen an der Grenze sollen reduziert, eine Pufferzone ohne militärische Aktivitäten eingerichtet werden.

Die koreanischen Länder befinden sich noch immer im Kriegszustand. Die Kämpfe endeten 1953 mit einem Waffenstillstand. Einen Friedensvertrag gibt es aber nicht.

boj/Reuters/AP



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nofreemen 30.12.2018
1. Trump Trump Trump
Und Trump hat es möglich gemacht.
wi_hartmann@t-online.de 30.12.2018
2. Korea Ärgernis für Trump
Das die Koreaner auf Entspannung setzen, ist wohl ein Ärgernis für die USA. Da sie an der geschürten Spannung auf der Halbinsel doch gut durch Rüstungsgeschäfte mit dem Süden gur verdient haben. Jetzt geht dieses "Geschäftsfeld" wohl endgültig verloren.
medienskeptiker 30.12.2018
3. das erfreulichste aus 2018
und man muss zugestehen,dass da neben den Hauptakteuren Moon und Kim natürlich auch Putin, Xi und Trump eine sehr positive Rolle gespielt haben
medienskeptiker 30.12.2018
4.
Zitat von nofreemenUnd Trump hat es möglich gemacht.
na ja nicht alleine. Hauptakteur war mit Sicherheit Moon...und Putin und Xi hatten auch ihren positiven Beitrag---aber auch Trump. Stimmt !
friesenheino 30.12.2018
5. Friedensvertrag für Korea in Sicht - schön!
Bloß aufpassen, dass Trump nicht dazwischen grätscht. Möglich wäre doch auch eine Konföderation oder ein Staatenverbund a la EU. Jedenfalls Dauerfrieden wäre schön und das wird den USA nicht gefallen.
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