Klaus Iohannis Rumäniens Präsident wird mit Karlspreis geehrt

Der rumänische Staatschef Klaus Iohannis erhält den renommierten Karlspreis der Stadt Aachen. Seine Bilanz ist durchwachsen, aber, so die Begründung, er stehe für Rechtsstaatlichkeit und die europäische Integration.
Klaus Iohannis' Ankunft beim Treffen der europäischen Volksparteien im Europaparlament in der vergangenen Woche

Klaus Iohannis' Ankunft beim Treffen der europäischen Volksparteien im Europaparlament in der vergangenen Woche

Foto: STEPHANIE LECOCQ/EPA-EFE/REX

Der rumänische Präsident Klaus Iohannis erhält für seine Verdienste um die europäischen Werte den Aachener Karlspreis 2020. Der Staatschef habe mit großem Einsatz und Erfolg Rumänien zu einer proeuropäischen, rechtsstaatlichen Politik geführt, begründete das Karlspreis-Direktorium seine Entscheidung.

Der bürgerliche Politiker stärke die Europäische Union, bekenne sich zu ihren Zielen und fördere die Zusammenarbeit der Mitgliedsländer. Seine Leistung sei einer der größten Integrationsfortschritte seit 1989, hieß es in der Begründung.

Mit dem Präsidenten von Rumänien ehre man "einen herausragenden Streiter für die europäischen Werte, für Freiheit und Demokratie, den Schutz von Minderheiten und kulturelle Vielfalt". Das Direktorium würdigte auch seine Verdienste um die Rechtsstaatlichkeit und die Unabhängigkeit der Justiz in Rumänien.

Iohannis war im November in einer Stichwahl mit einer Zweidrittelmehrheit erneut zum Präsidenten bestimmt worden. Er will das Land wieder klar auf proeuropäischen Kurs bringen, seine innenpolitische Bilanz ist allerdings durchwachsen: Zwar wehrt er sich engagiert gegen Nationalisten im eigenen Land, ließ aber auch zahlreiche Wahlversprechen unerfüllt.

Die Preisverleihung findet am Himmelfahrtstag, dem 21. Mai, im Krönungssaal des Aachener Rathauses statt. Der Internationale Karlspreis zu Aachen wird seit 1950 für besondere Verdienste um die europäische Einigung traditionell an Christi Himmelfahrt verliehen. In diesem Jahr wurde Uno-Generalsekretär António Guterres ausgezeichnet, 2018 der französische Präsident Emmanuel Macron.

cht/dpa