Kolumbien Farc-Rebellen ernennen neuen Anführer

Nach dem Tod des Farc-Chefs Cano hat die Guerilla-Gruppe einen neuen Anführer ernannt: Timoleón Jiménez hat seine militärische Ausbildung in Osteuropa gemacht - er trägt den Kampfnamen "Timoschenko". Der neue Kommandant gilt als außerordentlich kriegerisch.

Früherer Rebellenführer Cano: Seinen Tod sehen Experten als Wendepunkt bei der Farc
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Früherer Rebellenführer Cano: Seinen Tod sehen Experten als Wendepunkt bei der Farc


Bogotá - Die linksgerichteten "Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens" ( Farc) haben einen neuen militärischen Führer. Das siebenköpfige "Sekretariat", wie sich das Führungsorgan der Guerilla-Gruppe nennt, habe den 52-jährigen Timoleón Jiménez einstimmig zum Nachfolger des vor elf Tagen getöteten Alfonso Cano gewählt, wie kolumbianische Medien unter Berufung auf eine Mitteilung der Rebellen berichteten.

In ihrer Mitteilung, die vom 5. November datiert und damit einen Tag nach dem Tod Canos verfasst wurde, erklärt die Gruppe, auch nach dem Tod ihres bisherigen Anführers "die Machtübernahme durch das Volk" anzustreben. Dies berichtet beispielsweise die kolumbianische Zeitung "El Colombiano" unter Berufung auf die Notiz der Rebellen.

Jiménez wird als "kriegerischste" Option für die Nachfolge Canos beschrieben. Er gehört der Bewegung seit Beginn der achtziger Jahre an und zählte zuletzt zu den sieben Führungsmitgliedern der Gruppe. Der neue Kommandant hört auf den Kampfnamen "Timoschenko" - seine Militärausbildung absolvierte er offenbar in Osteuropa. Sein bürgerlicher Name lautet Rodrigo Londoño. Nach Angaben kolumbianischer Geheimdienste hält er sich auf venezolanischem Gebiet versteckt.

Politische Analysten sehen den Führungswechsel bei der Farc nach Canos Tod als Wendepunkt: Experten vermuten, die Rebellenbewegung werde sich nun noch mehr dem Drogenhandel verschreiben.

bos/dpa/AFP



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law1964 16.11.2011
1. Der Kampf geht weiter
In Venezuela ist der neue Chef der Narco-Terroristen der FARC in guter Gesellschaft. Chavez unterstützt diese Gruppe oder sympatisiert mit ihr, genauso wie unsere Partei die Linken. Ich hoffe das die demokratisch gewählte Regierung in Bogota die FARC und die Gefahr di von ihr ausgeht bald neutralisieren kann, damit das Volk in Frieden und ohne Angst Leben kann. http://www.focus.de/politik/deutschland/linkspartei-flirt-mit-terroristen-weltweit_aid_325761.html oder auch http://www.focus.de/politik/deutschland/csu-linke-hat-kontakte-zu-terror-organisationen_aid_325666.html
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