Kolumbien Farc-Rebellen geben 60 Prozent ihrer Waffen ab

Eigentlich sollte die Entwaffnung der Farc-Rebellen bereits abgeschlossen sein. Doch nach Verzögerungen läuft der Abrüstungsprozess in Kolumbien, Präsident Santos sprach von einem "historischen Tag".

Uno-Mitarbeiter mit Waffen der Farc-Guerilla in La Elvira (Kolumbien)
DPA

Uno-Mitarbeiter mit Waffen der Farc-Guerilla in La Elvira (Kolumbien)


Die Farc-Rebellen in Kolumbien haben nach eigenen Angaben mehr als 60 Prozent ihrer Waffen an Uno-Vertreter übergeben. Die Entwaffnung gehe "sehr schnell" voran, sagte Präsident Juan Manuel Santos anlässlich einer Zeremonie im Ort La Elvira im Norden Kolumbiens: "Das ist ein historischer Tag." Das Ende des Konflikts sei wie eine Kathedrale, die man Stein für Stein aufbauen müsse.

Die restlichen 2000 Waffen sollen nun bis zum 20. Juni übergeben werden. Die Entwaffnung der Farc-Guerilla ist Teil des historischen Friedensabkommens vom vergangenen Jahr. Das nach vierjährigen Verhandlungen besiegelte Abkommen beendete den jahrzehntelangen Konflikt zwischen den linksgerichteten Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (Farc) und der Regierung.

Die 7000 entwaffneten Farc-Kämpfer sollen gemäß dem Friedensabkommen in das zivile Leben zurückkehren. Nach dem ursprünglichen Zeitplan sollten sie ihre Waffen bereits bis zum 1. Mai in Uno-Containern entsorgen, die Waffen sollten dann bis Ende Mai zerstört werden. Nach Angaben der Uno kam es jedoch zu Verzögerungen bei der Ankunft der Rebellen in den Entwaffnungszonen.

Mit dem im November unterzeichneten Friedensabkommen wurde der seit 1964 andauernde Konflikt zwischen der Armee und der Farc, anderen linksgerichteten Guerillagruppen und rechten Paramilitärs beigelegt, in dem mehr als 260.000 Menschen getötet wurden. Etwa sieben Millionen Menschen wurden zur Flucht gezwungen, mehr als 60.000 werden vermisst. Für seine Aussöhnungspolitik hatte Santos im vergangenen Jahr den Friedensnobelpreis bekommen.

cte/AFP/dpa



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