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27. Juni 2017, 01:44 Uhr

Kolumbien

Farc-Rebellen haben alle Waffen abgegeben

Historischer Tag in Kolumbien: Nach mehr als 50 Jahren bewaffneten Kampfes haben die Farc-Rebellen alle ihre Waffen der Uno übergeben. Ein Festakt ist bereits geplant.

Die Entwaffnung der Farc-Guerilla in Kolumbien ist abgeschlossen. Die 6800 Kämpfer hätten alle zuvor registrierten 7132 Waffen übergeben, teilten die Vereinten Nationen mit. Ausgenommen davon seien lediglich einige Waffen, mit denen die Sicherheit in den Entwaffnungszentren gewährleistet werden soll. Für Dienstag war ein offizieller Festakt zur symbolischen Beendigung der Waffenabgabe im Beisein der Farc-Führung und von Präsident Juan Manuel Santos im zentralkolumbianischen Mesetas geplant.

Die Waffen sollen eingeschmolzen und als Baumaterial verwendet werden für Friedensmahnmale in Kolumbien, in New York am Sitz der Vereinten Nationen und in Havanna, dem Ort der fast vierjährigen Friedensverhandlungen zwischen Rebellen und Regierung. Die Entwaffnung der Farc-Guerilla ist Teil des Friedensabkommens, das den jahrzehntelangen Konflikt zwischen den linksgerichteten Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (Farc) und der Regierung beendete. Santos hatte für seine Bemühungen um ein Ende des jahrzehntelangen Konflikts 2016 den Friedensnobelpreis zugesprochen bekommen.

Seit Februar befinden sich die Kämpfer in 26 sogenannten Friedenscamps, wo sie den Übergang in ein normales Leben und die Gründung einer Partei vorbereiten. Dieser Farc-Partei sollen in den ersten Jahren zehn Sitze im Kongress garantiert werden. Die Guerilleros sehen sich vor allem als Anwälte der armen Landbevölkerung und fordern unter anderem eine gerechtere Landverteilung.

max/dpa/AFP

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