Mehr als 50 Jahre Bürgerkrieg Kolumbien und Farc-Rebellen schließen Waffenstillstand

Nach fünf Jahrzehnten Bürgerkrieg haben Kolumbien und die linke Guerillaorganisation Farc bei Verhandlungen auf Kuba einen weiteren Schritt in Richtung Frieden getan.

Farc-Guerillero
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Farc-Guerillero


In der kubanischen Hauptstadt Havanna haben Vertreter der kolumbianischen Regierung und der Rebellengruppe Farc einen Waffenstillstand verkündet. Unterschrieben werden soll das Papier am Donnerstag.

Zuvor hatte die Nachrichtenagentur dpa aus Verhandlungskreisen berichtet, es gebe Fortschritte auf dem Weg zu einem Ende des Konflikts. "Im Namen der zahllosen Opfer. Nicht mehr Tote und Schrecken für das Vaterland. Heute ist der letzte Tag des Kriegs", schrieben die Unterhändler der Farc am Mittwoch auf Twitter.

Der Waffenstillstand gilt als Voraussetzung für einen Friedensvertrag, über den beide Seiten seit Ende 2012 verhandeln. Strittig war bis zuletzt, ob die Rebellen ihre Waffen abgeben müssen und wie die Sicherheit der Guerillakämpfer gewährleistet wird.

Im Bürgerkrieg zwischen linken Guerillagruppen, rechten Paramilitärs und der Armee starben in dem südamerikanischen Land seit 1964 rund 220.000 Menschen. Zur Unterzeichnung des Waffenstillstands in Havanna werden am Donnerstag Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos und Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon sowie Vertreter der Garantiemächte Kuba und Norwegen erwartet.

cht/AP/AFP



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