Kolumbien nach dem Krieg Die Träume der Guerilleras

Auch Frauen kämpften für die Farc-Rebellen in Kolumbien. Nach dem Friedensschluss suchen sie nun den Weg ins zivile Leben - als Fotografin, Zahnärztin, Krankenschwester. Die Vorher-Nachher-Bilder.

Farc-Mitglied Yiceth
AP

Farc-Mitglied Yiceth


Nach mehr als 50 Jahren des bewaffneten Kampfes haben Rebellen der Farc und die Regierung in Kolumbien Frieden geschlossen. Am Montag wird das historische Abkommen unterzeichnet.

Es ist kein einfacher Weg zurück in den Frieden. Mehr als 220.000 Menschen sind getötet worden, 45.000 Menschen gelten als vermisst. Mehr als sechs Millionen wurden vertrieben.

Wie gelingt Versöhnung in einem Land mit so tiefen Wunden? Viele Kolumbianer misstrauen der Farc. Sie fürchten, dass sich ein Teil der Rebellen zu bewaffneten Banden zusammenschließt oder dass sie in die Städte ziehen und dort die Kriminalität in die Höhe treiben.

Die meisten der rund 8000 Kämpfer haben keine berufliche Bildung, das gilt auch für die zahlreichen Frauen, die in den Reihen der Gruppe kämpften. Zukunftsträume aber haben sie - zumindest einige von ihnen. Der Fotograf Fernando Vergara hat Guerilleras der Farc im Dschungel von Putumayo getroffen. Viele der Frauen sind sehr jung zur Farc gekommen, längst nicht alle von ihnen freiwillig. Vergara hat sie porträtiert: in Uniform und in ziviler Kleidung.

kgp

insgesamt 7 Beiträge
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heavenstown 26.09.2016
1. Ales Gute...
Ich wünsche dem Land und seinen Leuten das / die ich sehr gut kenne alles Gute.
sitcom 26.09.2016
2. Es gibt noch positives in dieser Welt
Beitrag
Besserwisser1970 26.09.2016
3. Wenn
die Kolumbianer am 2. Oktober dem Vertrag zustimmen, kann es nächstes Jahr nur einen Friedensnobelpreisträger geben und der muss Santos heißen. Alleine schon, um ihm und seinem Nachfolger genug Rückendeckung zu geben, den Frieden umzusetzen und die Paramilitärs endlich in den Griff zu kriegen.
hasimen 26.09.2016
4. Fagwürdig ...
Künstlerisch mal dahingestellt, die Ablichtung von bewaffneten Frauen / Mädchen zeigt in diesem Konflikt das Verbrechen an dem sich ehm. politisch Verfehlte und derzeit Kriminelle schuldig gemacht haben. Eine zahlenmäßige Minderheit hat Jahrzehnte ein ganzes Volk bedroht, beraubt, viele getötet und unglaubliches Leid verbreitet. Ja - die Übereinkunft mit der Absicht zum Befrieden des Konfliktes ist begrüßenswert, hat aber an zahlreichen Stellen Lücken, u.a. auch die, dass die Waffen nicht niedergelegt / abgegeben werden. Auf anderer Ebene wird das Leiden weitergehen, ... deswegen sind diese Fotos nur eine fragwürdige und unschöne Momentaufnahme. Den politischen Diskurs in Kolumbien kann ein Journalist aus der Speicherstadt ohnehin nur falsch wiedergeben, denn schon die wenigen Zahlen im Artikel sind nicht alle richtig.
Stäffelesrutscher 26.09.2016
5.
Zitat von Besserwisser1970die Kolumbianer am 2. Oktober dem Vertrag zustimmen, kann es nächstes Jahr nur einen Friedensnobelpreisträger geben und der muss Santos heißen. Alleine schon, um ihm und seinem Nachfolger genug Rückendeckung zu geben, den Frieden umzusetzen und die Paramilitärs endlich in den Griff zu kriegen.
Der FARC-Kommandantur und der kubanischen Regierung dürfen Sie aber gerne was abgeben von dem Nobelpreis!
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