Treffen mit Kritikern Präsident Santos schöpft neue Hoffnung auf Farc-Abkommen

Trotz der Ablehnung durch die Bevölkerung will Kolumbiens Präsident Santos den Friedensvertrag mit den Farc-Rebellen nicht aufgeben. Nach einem Treffen mit Kritikern gibt er sich zuversichtlich.

Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos
REUTERS/ Colombian Presidency

Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos


Nach dem Scheitern des Referendums über das Friedensabkommen mit der linken Guerillaorganisation Farc hat sich der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos mit Gegnern des Abkommens getroffen. Darunter befanden sich die früheren Präsidenten Álvaro Uribe und Andrès Pastrana. Der Staatschef zeigte sich nach dem Treffen optimistisch. "Wir sind dem Frieden sehr nahe", sagte er. Es bedürfe aber "einer breiteren gesellschaftlichen Zustimmung."

Am Sonntag hatten die Kolumbianer den Vertrag mit den Rebellen in einem Referendum überraschend abgelehnt. Die Gegner kritisierten vor allem die Strafnachlässe für die Guerilleros und die geplante politische Beteiligung der Farc. Ob sich die Führung der Rebellen auf eine Änderung der Eckpunkte des 297 Seiten langen Abkommens einlässt, ist unklar.

Um mehr Zeit für Nachverhandlungen zu haben, hatte Präsident Santos die Waffenruhe mit der linken Guerillaorganisation am Mittwoch bis zum 31. Oktober verlängert. "Ich hoffe, bis dahin können wir das Abkommen konkretisieren und den Konflikt beilegen", sagte der Staatschef. Zuvor hatten die Rebellen angekündigt, vorerst an dem Waffenstillstand festzuhalten. Der Präsident hatte aber zugleich gemahnt, den Dialog nicht länger hinauszuzögern.

mho/dpa



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