Konflikte USA und Nordkorea reden über Pjöngjangs Atomprogramm

Neue Gespräche im Atomkonflikt: In Singapur haben sich Unterhändler der USA und Nordkoreas getroffen - ein Abkommen wird von beiden Seiten allerdings nicht erwartet. Washington will ein Ende des nordkoreanischen Nuklearprogramms erreichen.

Singapur - Das Ziel der USA ist klar umrissen: Washington will so schnell wie möglich zu den Sechs-Länder-Gesprächen über ein Ende des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms zurückkehren. So hat es jetzt US-Unterhändler Christopher Hill formuliert. Derzeit führen die USA allein Gespräche mit Pjöngjang. In Singapur sind Unterhändler beider Staaten zusammengekommen. Für die Unterredungen gebe es keine zeitliche Begrenzung, sagte eine Sprecherin der US-Botschaft, wo das Treffen stattfindet.

Die Sechser-Atomgespräche unter Beteiligung der beiden koreanischen Staaten, der USA, Chinas, Russlands und Japans kommen derzeit nicht voran. Die USA sehen die Abmachungen zur kompletten Offenlegung der nordkoreanischen Atomaktivitäten als noch nicht erfüllt an. Dies hätte gemäß der Vereinbarungen bis Ende vergangenen Jahres geschehen sollen. Für die Deklarierung und dauerhafte Stilllegung der Anlagen waren umfangreiche Wirtschafts- und Energiehilfen für Nordkorea vereinbart worden.

Hill, der die USA auch bei den Sechsergesprächen vertritt, hatte Nordkorea in der vergangenen Woche bei einem Besuch in Seoul zum Handeln gedrängt. In einigen strittigen Punkten hinsichtlich der Deklarierung hatte es laut Hill jedoch zuletzt eine Annäherung gegeben. Hill und Kim hatten sich zuletzt im vergangenen Monat in Genf gesprochen.

hen/dpa/AP