Kongo Dutzende Tote bei Kämpfen zwischen Milizen und Uno

Der Osten des Kongo kommt nicht zur Ruhe. Wenige Wochen vor der Wahl haben sich Uno-Soldaten und Milizen schwere Gefechte geleistet. Dabei kamen mehr als 80 Menschen ums Leben.


Kinshasa - Bei einer gemeinsamen Militäraktion der der kongolesischen Armee und der Uno-Mission im Kongo (Monuc) gegen Milizen im Osten des Landes sind in den vergangenen Tagen mehr als 80 Menschen getötet worden. Die meisten von ihnen gehörten einer der Milizen an, die die Bevölkerung in der rohstoffreichen Region in der Provinz Ituri terrorisiert, teilte ein Monuc-Sprecher in der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa mit. Unter den Toten waren auch acht Soldaten der kongolesischen Armee und ein Uno-Soldat aus Nepal.

Monuc appellierte an die FNI-Miliz (Nationalistische Front der Integrationisten), sieben Uno-Soldaten freizulassen, die sich seit einigen Tagen in der Hand der Milizionäre befinden. Es wurde zunächst nicht bekannt, ob die FNI Forderungen für die Freilassung erhoben hatte.

Kongo bereitet sich derzeit auf die ersten Mehrparteienwahlen seit vier Jahrzehnten vor. Der erste Wahlgang soll am 30. Juli stattfinden. Die Monuc soll während dieser Zeit von einer EU-Truppe unter deutscher Führung unterstützt werden. Der Bundestag will an diesem Donnerstag über den Einsatz entscheiden, an dem etwa 780 Soldaten teilnehmen sollen.

asc/dpa



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