Kongo Hilfsorganisation berichtet von Massenvergewaltigungen

Im Kongo sollen Rebellen bei einem Überfall auf eine Stadt im Osten des Landes fast 200 Frauen vergewaltigt haben. 179 Opfer befinden sich demnach in medizinischer Behandlung.


Kinshasa - Der Ort des Verbrechens ist nicht weit von einem Stützpunkt der Vereinten Nationen im Kongo: Rebellen sollen bei einem Überfall auf die Stadt Luvungi fast 200 Frauen vergewaltigt haben. Angaben der Hilfsorganisation International Medical Corps (IMC) zufolge sind die Frauen in nahezu jedem Fall von zwei bis sechs bewaffneten Männern vergewaltigt worden - oftmals vor den Augen ihrer Kinder und Ehemänner.

Alle 179 Opfer befinden sich demnach in medizinischer Behandlung. Die Zahl der Opfer könne aber noch weitaus höher sein. Das Uno-Büro für humanitäre Hilfe (OCHA) bestätigte den Vorfall.

Rebellen der Demokratischen Kräfte für die Befreiung Ruandas (FDLR) und der Angehörige des Mai-Mai-Volkes waren am 30. Juli in die Stadt Luvungi in der Provinz Nord-Kivu eingefallen und hielten sie vier Tage lang besetzt. Trotz eines von der Uno unterstützten Militäreinsatzes gegen die Gruppen suchen sie die Region regelmäßig heim und verbreiten Angst und Schrecken unter der Bevölkerung. Dabei vergewaltigen sie jedes Jahr Tausende Frauen.

Die Uno hat in den vergangenen Monaten 1700 Blauhelmsoldaten aus dem Land abgezogen. Sie folgte damit dem Aufruf der kongolesischen Regierung, den Friedenseinsatz (Monuc) im kommenden Jahr zu beenden. An einzelnen Einsätzen im Osten des Landes sind aber noch Monuc-Soldaten beteiligt.

hen/Reuters/apn



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hwolf@gmx.net 23.08.2010
1. Uno
Zitat von sysopIm Kongo sollen Rebellen bei einem Überfall auf eine Stadt im Osten des Landes fast 200 Frauen vergewaltigt haben. 179 Opfer befinden sich demnach in medizinischer Behandlung. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,713398,00.html
Die UNO ist absolut zu nichts nütze. Sie schaut immer nur zu, greift nie ein, schützt keine Zivilisten. Im Gegenteil, sie sind nur ein Feigenblatt unter dem schwerste Menschenrechtsverletzungen durch die UNO-Anwesenheit fast halblegal ungestraft geschehen. Man sollte sie *UN*terlassene Hilfeleistungs-*O*rganisation nennen. Am besten schnellstens abschaffen. Kostet nur viel Geld, das anderswo weit besser eingesetzt werden könnte.
DerOlm 24.08.2010
2. Nicht nur die UNO
Zitat von hwolf@gmx.netDie UNO ist absolut zu nichts nütze. Sie schaut immer nur zu, greift nie ein, schützt keine Zivilisten. Im Gegenteil, sie sind nur ein Feigenblatt unter dem schwerste Menschenrechtsverletzungen durch die UNO-Anwesenheit fast halblegal ungestraft geschehen. Man sollte sie *UN*terlassene Hilfeleistungs-*O*rganisation nennen. Am besten schnellstens abschaffen. Kostet nur viel Geld, das anderswo weit besser eingesetzt werden könnte.
Ich würde sagen, in diesem Fall ist auch die Regierung des Landes zu nichts nütze. Zumal sie ja auch noch jede Hilfe abschaffen wollen (was auch immer Hilfe bedeutet sei dahingestellt).
peter rose 24.08.2010
3. UNO- Einsatz
Warum sind dort eigentlich Blauhelme stationiert ? Es ist ja nicht das erste Mal, daß sie bei brenzligen Situationen nicht eingreifen !
shokaku 24.08.2010
4. Hier könnte ein Titel stehen
Zitat von hwolf@gmx.netDie UNO ist absolut zu nichts nütze. Sie schaut immer nur zu, greift nie ein, schützt keine Zivilisten. Im Gegenteil, sie sind nur ein Feigenblatt unter dem schwerste Menschenrechtsverletzungen durch die UNO-Anwesenheit fast halblegal ungestraft geschehen. Man sollte sie *UN*terlassene Hilfeleistungs-*O*rganisation nennen. Am besten schnellstens abschaffen. Kostet nur viel Geld, das anderswo weit besser eingesetzt werden könnte.
Die UNO ist halt immer nur so stark wie die einzelnen Mitgliedsstaaten sie machen. Und die sind halt hauptsächlich akute Maulhelden, die zwar schöne Reden schwingen können, wenn es zum Schwur kommt aber den Schwanz einkneifen. Mit dem Kongo ist es wie mit Afghanistan. Das Land ist recht gross und weitgehend unzugänglich. Es bräuchte eine massive Truppenstärke vor Ort um das komplett abzudecken. Die ist niemand bereit zu stellen.
kuriosos 24.08.2010
5. erstaunlich?
nicht wirklich erstaunlich oder? ich finde es ja toll das wir viele solcher meldungen haben. die führen uns nicht nur vor augen wie gut wir es haben, oder wie schlecht es andere haben, sondern auch wie hilflos und tief gespalten wir sind. während wir das alles ganz schrecklich finden und alle nach lösungen schreien, konzipieren wir die uno (unterlassene hilfeleistungsorga find ich übrigens sehr passend) welche dann für weitere schreckensmeldungen, vorzugsweise aus erster hand von zuschauenden soldaten sorgt. Lösungen? fehlanzeige und eigentlich bin ich geneigt dem herrn vorredner zuzustimmen. die uno ist zumindest was den aspekt blauhelm anbelangt gescheitert, wir können dort wenig als "der westen" bewegen, eigentlich müssten wir derartige konflikte ignorieren. aber was wird aus unserer moralischen verantwortung anderen zu helfen? wie löst man sowas?
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