Kongo Milizen lassen "FAZ"-Redakteur frei

Glimpfliches Ende einer Geiselnahme: Der im Kongo verschleppte Afrika-Korrespondent der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", Thomas Scheen, ist wieder frei. Er war drei Tage in der Hand der Mai-Mai-Milizen.


Frankfurt am Main - Die "FAZ" gab die gute Nachricht am Vormittag auf ihrer Website bekannt. Demnach kam der Journalist Thomas Scheen drei Tage nach seiner Gefangennahme durch Mai-Mai-Milizen im Krisengebiet im Osten des Landes frei. Er und seine beiden kongolesischen Mitarbeiter befänden sich seit Freitagmorgen in der Obhut der Friedenstruppe der Vereinten Nationen Monuc.

"FAZ"-Herausgeber Berthold Kohler sagte, Scheen und seinen Mitarbeitern gehe es den Umständen entsprechend gut. "Wir danken allen, die sich in den vergangenen Tagen in Deutschland, Belgien und im Kongo intensiv für die Freilassung Thomas Scheens und seiner Mitarbeiter eingesetzt haben, an erster Stelle dem Auswärtigen Amt, den belgischen Behörden und der Monuc", betonte er.

Der Journalist war den Angaben zufolge am Dienstag während der Berichterstattung aus dem Krisengebiet zwischen die Fronten geraten und gefangengenommen worden. Der 1965 im belgischen Eupen geborene Scheen ist seit acht Jahren Afrika-Korrespondent der "FAZ".

ler/ddp



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