Kongo Ugandische Rebellen töten nach Uno-Angaben 189 Menschen

Drei Tage lang zogen sie durch kongolesische Dörfer - und schlugen erbarmungslos zu: Uno-Angaben zufolge haben ugandische Rebellen zwischen dem 25. und dem 27. Dezember 189 Menschen in dem Nachbarland getötet.


Kinshasa - Die ugandische Rebellenorganisation "Lord's Resistance Army" (Widerstandsarmee des Herrn) ist berüchtigt - und sie ist ihrem schrecklichen Ruf wieder gerecht geworden: Nach Uno-Angaben haben LRA-Männer bei Raubzügen durch kongolesische Dörfer in den vergangenen Tagen 189 Menschen getötet.

Wie Uno-Vertreter am Montag erklärten, überfielen die Rebellen zwischen dem 25. und 27. Dezember die Dörfer Faradje, Doruma und Gurba. Mindestens 20 Kinder und eine unbekannte Zahl von Erwachsenen seien dabei außerdem entführt worden.

Die in Uganda gegründete LRA führt seit Jahrzehnten einen Guerillakrieg. Ihm fielen Zehntausende Menschen zum Opfer. Am 14. Dezember starteten Regierungstruppen im Kongo gemeinsam mit Soldaten der Nachbarländer Uganda und Sudan eine Offensive gegen die Rebellen. LRA-Anführer Joseph Kony spürten sie bislang aber nicht auf.

Kony wird vom Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag wegen Vergewaltigung, Mord und Entführung gesucht.

flo/Reuters



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