Kooperation europäischer Medienhäuser Europas Flüchtlingsrouten

Irgendetwas ist passiert im Mittelmeer im Sommer 2017. Die Flüchtlinge kommen nicht mehr, zumindest nicht mehr in so großer Zahl wie noch im Vorjahr.

Das ist kein Zufall, sondern das Resultat europäischer Politik. Ziel ist es, das Problem dorthin zurückzudrängen, wo es herkommt. Dafür werden Rettungsmissionen im Mittelmeer ausgesetzt. Es werden Hilfsleistungen an afrikanische Länder gezahlt - gegen die Zusicherung, dass Menschen die Ausreise schwerer gemacht wird. Es werden Küstenwachen unterstützt und aufgerüstet: wie in Libyen. Zugleich bleibt die Flüchtlingssituation in anderen Teilen des Mittelmeers extrem angespannt, etwa auf den griechischen Inseln.

Gelöst ist das Problem also keineswegs. Es wird nur verlagert, gerät aus den Augen. Auch in den Medien flaut das Interesse ab.

Um dem entgegenzuwirken, haben sich sechs europäische Medienhäuser zusammengetan. Reporter wurden ausgesandt, um eine Woche lang aus der Region zu berichten: Von Gefangenenlagern in Libyen, über entvölkerte Dörfer in Westafrika, bis zu den überfüllten Flüchtlingscamps in Griechenland. Bis Samstag ist jeden Tag ein anderes Land und ein anderes Medium an der Reihe.

Foto: Claus Norgaard


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