Korruptionsvorwürfe Polizei verhört Scharon

Weil er während des Wahlkampfes ein illegales Darlehen erhalten und in seiner Zeit als Außenminister Bestechungsgelder angenommen haben soll, muss Israels Ministerpräsident Ariel Scharon in dieser Woche vor Ermittlern aussagen.


Ariel Scharon
AP

Ariel Scharon

Jerusalem - Scharon wird vorgeworfen, 1999 nach dem Erhalt eines illegalen Kredits während des Wahlkampfs dem Darlehensgeber dafür möglicherweise finanzielle Vorteile gewährt zu haben. Die zweite schwere Beschuldigung: Anfang der neunziger Jahre soll ein israelischer Geschäftsmann Scharon bestochen haben. Scharon war zu dem Zeitpunkt israelischer Außenminister und sollte sich für den Angaben zufolge für ein Bauvorhaben in Griechenland einsetzen.

Nach Informationen des israelischen Fernsehsenders Kanal Zwei wird Scharon am Mittwoch und Donnerstag verhört werden. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es nicht. Der Sprecher der israelischen Polizei, Ofer Sivan, wollte sich dazu nicht äußern. Bereits während des letzten Wahlkampfs im Januar waren Korruptionsvorwürfe gegen Scharon laut geworden. Er wäre der dritte israelische Ministerpräsident, der in seiner Amtszeit von der Polizei verhört wird. Die Ermittlungsverfahren gegen seine Vorgänger Ehud Barak und Benjamin Netanjahu wurden allerdings eingestellt.



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