Russland Armee tötet Drahtzieher des Anschlags in Wolgograd

Das Feuergefecht dauerte Stunden. Am Ende waren die fünf Aufständischen tot. Ihr Anführer hatte sich zuvor damit gebrüstet, den Sprengsatz für den Anschlag auf den Linienbus in Wolgograd gebaut zu haben.

Moskau - Bei einem Anti-Terror-Einsatz gegen die Drahtzieher des jüngsten Selbstmordanschlags in Wolgograd sind im russischen Konfliktgebiet Nordkaukasus fünf Menschen getötet worden. Bei dem Stunden dauernden Feuergefecht sei der Ehemann der Attentäterin zusammen mit anderen mutmaßlichen Aufständischen nahe der dagestanischen Hauptstadt Machatschkala ums Leben gekommen, meldete die Agentur Interfax am Samstag unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Die 30-Jährige Frau des zum Islam konvertierten Russen hatte Ende Oktober mit einer Bombe in Wolgograd sechs Menschen in einem Linienbus mit in den Tod gerissen.

Sotschi nur wenige hundert Kilometer entfernt

Der Anschlag hatte ein Schlaglicht auf die Gefahren im Zusammenhang mit den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi geworfen. Die Stadt ist nur wenige Hundert Kilometer vom Nordkaukasus entfernt. Dort kommt esimmer wieder zu schweren Gefechten zwischen Sicherheitskräften und Islamisten, die in der Region für ein von Moskau unabhängiges "Emirat" kämpfen.

Der Terroristenchef des russischen Konfliktgebiets Nordkaukasus, Doku Umarow, hatte unlängst mit neuen Attentaten gedroht. Ziel sei es, die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi zu verhindern, hatte er erklärt. Die Spiele sollen am 7. Februar in dem Schwarzmeer-Kurort eröffnet werden. Die Sicherheitsvorkehrungen dort gelten als beispiellos.

Der jetzt erschossene Ehemann hatte nach Angaben der Behörden während des Einsatzes gesagt, er persönlich habe den Sprengsatz gebaut. Kreml-Einheiten forderten die in einem Haus verschanzte Gruppe zunächst zur Aufgabe auf und stürmten das Versteck später.

mik/dpa/Reuters