Bericht der Uno Mehr als 10.000 Soldaten für Friedenstruppe in Mali nötig

Der Uno-Generalsekretär fordert eine stattliche Truppe an Friedenssoldaten für das Bürgerkriegsland Mali. Dafür sollen afrikanische Truppen in Friedenstruppen umgewandelt werden und eine "parallele Einheit" soll sich um die Bedrohung durch die Islamisten kümmern.

Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon: Mehr als 10.000 Soldaten müssen Mali schützen
AFP

Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon: Mehr als 10.000 Soldaten müssen Mali schützen


New York - Für einen Friedenseinsatz der Uno in Mali sind nach Ansicht von Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon bis zu 11.200 Soldaten notwendig. Diese könnten allerdings nur die Ortschaften absichern, die am stärksten gefährdet seien, erklärte Ban am Dienstag in einem Bericht an den Uno-Sicherheitsrat.

Nach dem Abzug der französischen Truppen und dem Ende der größten Gefechte sollen afrikanische Truppen in Friedenstruppen umgewandelt und auf mindestens 11.200 Soldaten aufgestockt werden. Hinzu kommen sollen 1440 Polizisten. Zusätzlich soll es eine "parallele Einheit" geben, die sich besonders den Bedrohungen durch die noch aktiven Islamisten widmet. Laut Diplomaten könnte Frankreich bereit sein, die Soldaten für diese Einheit zu stellen.

Es sei "absolut notwendig", dass es parallel zu der Friedenstruppe auch Kräfte für Kampfeinsätze und Terrorismusbekämpfung gebe. Diese sollten in Mali und möglicherweise auch in benachbarten Ländern eingesetzt werden.

"Terroristische Gruppen" sowie die "Weitergabe von Waffen, selbstgebaute Bomben, Blindgänger und Landminen dürften eine erhebliche Bedrohung darstellen", erklärte Ban. Die zweite Truppe werde benötigt, um Aufgaben zu übernehmen, die das Mandat und die Fähigkeiten von Uno-Blauhelmen überstiegen.

Am 11. Januar hatte die französische Armee zur Unterstützung der malischen Truppen einen Einsatz gegen islamistische Kämpfer im Norden Malis begonnen. Unterstützt werden die Soldaten in dem westafrikanischen Krisenland vor allem von Soldaten aus dem Tschad. Die Islamisten wurden inzwischen aus den wichtigen Städten der Region vertrieben, französische Soldaten gehen derzeit im Ifoghas-Gebirge im Nordosten des Landes gegen sie vor.

Der Uno-Sicherheitsrat soll sich am Mittwoch mit Bans Bericht befassen. Frankreich hofft, dass das Gremium im April eine Resolution verabschiedet, um den Aufbau einer Friedenstruppe einzuleiten. Diese könnte im Juli ihren Einsatz beginnen.

mia/afp

insgesamt 10 Beiträge
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kolibri73 27.03.2013
1. ein zweites afghanistan...
Ist da im entstehen! diesmal unter franzoesischer regie -mal sehen ob die intelligenz reicht uns aus diesem langwierigen abnutzungskrieg nach guerilla-manier rauszuhalten oder ob deutsche soldaten ueber ein "robustes" un-mandat wieder mit von der partie sein werden. manchmal ist weniger mehr und gar nichts das beste! aberwahrscheinlich verteidigen wir wieder irgendetwas in mali "alternativlos" ! : - (
mielforte 27.03.2013
2. Je mehr Krisenherde,
umso mehr Leute werden benötigt. Ich spinn den Faden einfach mal weiter ...
Centurio X 27.03.2013
3. Deutsche Soldaten werden NICHT benötigt!
Im Ifoghas-Gebirge werden keine Brunnen gebaut und keine Mädchenschulen eröffnet. Dort sind Soldaten im Einsatz, die kämpfen können/dürfen. 500 franz. EliteSoldaten genügen, um nach einer überschaubaren Zeit den Islamistischen Fanatikern die Basis zu entziehen. Außerdem wird die Dhrohnen-Technologie sehr hilfreich sein!
seneca55 27.03.2013
4. Braucht Mali 11.000 Blauhelme?
Seltsam, die Söldner-Armee Malis hat ganze 4.-7.000 Soldaten und sind eigentlich eine Palastwache, die gerne putscht. Warum bruacht dieses Islam-Land aus Berbern und Schwarzen jetzt auf Jahre 11.000 Blauhelme? Waidmanns Heil, Mr. Ban Ki Moon !
auweia 27.03.2013
5. Genau.
Zitat von mielforteumso mehr Leute werden benötigt. Ich spinn den Faden einfach mal weiter ...
Also: Bundeswehr aufstocken!
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