Zum Inhalt springen

Kriege und Krisen Zahl der Flüchtlinge weltweit dramatisch gestiegen

14 Millionen Menschen waren im vergangenen Jahr weltweit auf der Flucht vor Krieg und Elend: Zwei Millionen mehr als im Jahr davor. Ein dramatischer Zuwachs. Hauptursache dafür ist die katastrophale Lage im Irak.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Washington - Ihr Heimatland Irak verließen im vergangenen Jahr 790.000 Menschen, wie das private US-Komitee für Flüchtlinge und Immigranten heute erklärte. Syrien nahm 449.000 von ihnen auf, Jordanien 250.000, Ägypten 80.000. Insgesamt 202 Iraker durften sich in den USA niederlassen. Ende 2006 gab es dem Komitee zufolge 1.687.800 irakische Flüchtlinge.

Eine Registrierung in Pakistan ergab fast eine Million zusätzliche Flüchtlinge aus Afghanistan, ihre Zahl beträgt insgesamt 2.161.500.

Die Zahl der Flüchtlinge weltweit, die seit zehn Jahren in Lagern leben und keine Arbeitserlaubnis erhalten, stieg auf 8,8 Millionen. Insgesamt habe sich die Lage der Flüchtlinge in allen vier Kategorien verschlechtert, die als Maßstab für ihr Wohlergehen herangezogen werden: Leiblicher Schutz, Internierung, Bewegungsfreiheit und Recht zur Arbeitsaufnahme.

Die Zahl der Flüchtlinge stieg im vergangenen Jahr zwar an, sie stellt aber keinen Rekord dar: 2001 wurden fast 15 Millionen registriert, 14,5 Millionen im Jahr 2000. Das Komitee ist nach eigenen Angaben eine Nicht-Regierungsorganisation, die sich seit 96 Jahren für Flüchtlinge und Immigranten einsetzt.

ler/AP