Kriegsdrohungen zum Trotz USA und Südkorea starten Manöver

Nordkorea droht mit Krieg - doch die USA und Südkorea lassen ihr gemeinsames Manöver nicht platzen. Die gemeinsame Übung von rund 8000 Soldaten beider Länder hat begonnen, rund 20 Schiffe und U-Boote sowie 200 Flugzeuge sind im Einsatz.

US-Flugzeugträger "Washington" auf dem Weg ins Manöver: Drohungen werden ignoriert
REUTERS

US-Flugzeugträger "Washington" auf dem Weg ins Manöver: Drohungen werden ignoriert


Hamburg/Seoul - Überschattet von massiven Drohungen Nordkoreas haben die US-Marine und Einheiten Südkoreas ihr Seemanöver begonnen. Die US-Militärführung erklärte, das Manöver solle ein starkes Signal an den Norden senden, dass Aggressionen in der Region nicht toleriert würden. Der amerikanische Flugzeugträger "USS George Washington" verließ am Sonntag mit Begleitschiffen den Hafen von Pusan in Richtung Japanisches Meer (Ostmeer), meldete die südkoreanische Agentur Yonhap.

Durch die gemeinsame Militärübung Südkoreas und der USA könne man zu einem "heiligen Krieg der Vergeltung" gezwungen werden, war am Samstag aus Pjöngjang verlautet. Südkorea und die USA würden die Situation absichtlich an den Rand eines Krieges kommen lassen. Bereits zuvor, zuletzt im Februar, hatte Pjöngjang den Einsatz von Nuklearsprengköpfen angedroht.

Das Manöver Südkoreas und der USA soll über vier Tage im Japanischen Meer (Ostmeer) abgehalten werden. Nach US-Angaben nehmen rund 8000 Soldaten beider Länder teil. Neben dem Flugzeugträger "USS George Washington" beteiligen sich etwa 20 Schiffe sowie 200 Flugzeuge.

Die Lage auf der koreanischen Halbinsel ist seit dem Untergang des südkoreanischen Kriegsschiffs "Cheonan", bei dem Ende März 46 Seeleute getötet wurden, sehr angespannt. Eine internationale Untersuchung ergab, dass das Schiff von einem nordkoreanischen Torpedo versenkt wurde. Pjöngjang bestreitet dies.

flo/dpa/AFP/Reuters

insgesamt 3545 Beiträge
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aat 23.10.2009
1.
Zitat von sysopScharfe Worte: Bei ihrem Antrittsbesuch in Südkorea hat US-Außenministerin Clinton die "Tyrannei und Armut" im Norden des geteilten Landes gegeißelt. Sie forderte das Regime auf, seine Provokationen zu beenden. Ist eine politische Verständigung mit Nordkorea noch möglich?
War eine sinnvolle Verständigung mit Nordkorea jemals möglich ?
maan, 23.10.2009
2. Nordkorea gegen den Rest der Welt?
Zitat von sysopScharfe Worte: Bei ihrem Antrittsbesuch in Südkorea hat US-Außenministerin Clinton die "Tyrannei und Armut" im Norden des geteilten Landes gegeißelt. Sie forderte das Regime auf, seine Provokationen zu beenden. Ist eine politische Verständigung mit Nordkorea noch möglich?
Erst dann, wenn sich China und Russland durch den Hasardeur selbst bedroht fühlen. Wichtig wäre es, China und Russland wegen der Unterstützung Nordkoreas in der Weltgemeinschaft zu ächten. Ohne Unterstützung hätte der Spuk schnell ein Ende.
Ghost12 23.10.2009
3. Tolle Ausgangsfrage
Zitat von sysopScharfe Worte: Bei ihrem Antrittsbesuch in Südkorea hat US-Außenministerin Clinton die "Tyrannei und Armut" im Norden des geteilten Landes gegeißelt. Sie forderte das Regime auf, seine Provokationen zu beenden. Ist eine politische Verständigung mit Nordkorea noch möglich?
Nein. Die provozieren schon wieder mit ihrer Passivität. Direkt Bomben abwerfen. Für Frieden und Demokratie.
tao chatai 23.10.2009
4.
Zitat von aatWar eine sinnvolle Verständigung mit Nordkorea jemals möglich ?
Na klar,vor dem ersten Ueberfall durch die USA,etwa 1864(ohne zu googeln)
Andreas Henn, 23.10.2009
5.
Zitat von sysopScharfe Worte: Bei ihrem Antrittsbesuch in Südkorea hat US-Außenministerin Clinton die "Tyrannei und Armut" im Norden des geteilten Landes gegeißelt. Sie forderte das Regime auf, seine Provokationen zu beenden. Ist eine politische Verständigung mit Nordkorea noch möglich?
Mit Nodkorea schon, warum auch nicht? Mit dem aktuellen Regime, nein, wie denn auch?
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