Kriegslist Wie US-Soldaten al-Qaida-Kämpfer in den Hinterhalt locken

Um die afghanischen Untergrundkämpfer auszumerzen, haben US-Soldaten eine perfide Kriegslist entwickelt: Sie erschießen einen Rebellen, warten, bis Mitkämpfer die Leiche finden - und schlagen erneut zu.


Bagram - Nach den Niederlagen im Winter sind zahlreiche Taliban-Kämpfer und Mitglieder des al-Qaida-Netzwerks in den Bergen Afghanistans untergetaucht. Um sie zu bekämpfen, haben US-Truppen und ihre Verbündeten die Offensive im Osten Afghanistans verstärkt - und sich einen Trick ausgedacht: In der Nähe der Stadt Chost nahe der Grenze zu Pakistan erschossen die amerikanischen Spezialeinheiten zunächst zwei al-Qaida-Rebellen. Dann warteten sie, bis Mitkämpfer die Toten bargen.

"Wir wussten, wie sie reagieren würden, sobald gestern Abend die Sonne untergegangen war", sagte US-Generalmajor Franklin Hagenbeck. "So waren wir darauf vorbereitet und haben zwei getötet, als sie zurückkamen."

Auch die australischen Streitkräfte berichteten, dass ihre Spezialtruppen in Afghanistan zwei Kämpfer des Terrornetzwerks getötet hätten.



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