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30. März 2003, 08:52 Uhr

Kriegsschäden

Schweiz listet Opfer auf

Die Schweizer Regierung will vom morgigen Montag an eine Liste mit den zivilen Opfern des Irak-Kriegs im Internet veröffentlichen und laufend aktualisieren.

Zürich - Das sagte Außenministerin Micheline Calmy-Rey der Schweizer Zeitung "SonntagsBlick". Sie begründete die Publikation mit der Eigenschaft der Schweiz als Depositarstaat der Genfer Konvention. Darin sei unter anderem das Prinzip festgehalten, dass bei der Kriegsführung zwischen ziviler und militärischer Bevölkerung zu unterscheiden sei.

Wichtig sei an der Liste, dass sie eine Übersicht gebe und bewusst mache, wie schrecklich die Folgen des Kriegs seien, sagte Calmy-Rey. Auf welche Quellen sich das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bei der Zusammenstellung der Opfer stützen will, ging aus dem Interview nicht hervor.

Irak korrigiert Opferzahl

Iraks Regierung hat nach CNN-Angaben ihre Angaben über die Zahl der Toten und Verletzten des Krieges nach unten korrigiert. Bislang seien 357 Zivilisten getötet und 3.650 verletzt worden, hieß es. Noch am Freitag hatten die Behörden die Zahl der Toten mit 580 und die der Verletzten mit 4.500 angegeben. Warum die Opferzahlen berichtigt wurden, sei nicht begründet worden, hieß es.

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