Minutenprotokoll zur Krim-Krise So lief der Tag in Moskau, Berlin, Washington und Sewastopol

Russlands Präsident Putin hat ein Dekret unterzeichnet, in dem er die Krim als unabhängigen Staat anerkennt. EU und USA haben Strafmaßnahmen gegen russische und ukrainische Funktionäre verhängt. Lesen Sie die Ereignisse des Tages im Minutenprotokoll nach.

Wladimir Putin: Offizielle Anerkennung der Krim
DPA/ RIA Novosti

Wladimir Putin: Offizielle Anerkennung der Krim

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3/17/14 7:50 PM Warum richten sich die beschlossenen Strafmaßnahmen von EU und USA nur zum Teil gegen dieselben Politiker und Funktionäre? EU-Diplomaten sagten,die Unterschiede spiegeln wider, dass die Europäische Union deutlich stärkere Konsequenzen spüren würde, wenn sich die Beziehungen zu Russland verschlechtern. " Es ist einfacher für die USA, solche Entscheidungen zu treffen . Sie sind weiter weg und die wirtschaftlichen Folgen wären für sie weniger schmerzhaft", sagte Polens Außenminister Radoslaw Sikorski . 3/17/14 7:26 PM Welche Russen und Ukrainer sollen die Strafmaßnahmen von EU und USA treffen? Hier finden Sie die Liste. 3/17/14 7:24 PM Der republikanische US-Senator John McCain rügt die Sanktionen der USA gegen Russland als zu zaghaft. Russlands Präsident Putin werde durch die "absolute Ängstlichkeit", die aus den Strafmaßnahmen spreche, eher noch angespornt, sagte McCain dem Sender NBC. Dass US-Präsident Obama der Ukraine bisher keine Militärhilfen zugesagt habe, sei für Moskau ermutigend. Putin werde nicht zu einer Kehrtwende in seiner Ukraine-Politik bewegt. "Wir müssen anfangen, unsere Beziehung mit ihm grundlegend zu überdenken", erklärte McCain, der erst vor wenigen Tagen in die Ukraine gereist war. 3/17/14 7:22 PM Mitglieder einer "Maidan"-Selbstverteidungseinheit beim Training nahe Kiew. Die Männer gehören zu den 40.000 Reservisten, die bei der Teilmobilisierung der Streitkräfte aktiviert werden. (Foto: Reuters) 3/17/14 7:09 PM Die größte ukrainische Oppositionspartei fordert eine weitgehende Autonomie der östlichen Landesteile , um die Lage im Land zu beruhigen und vielleicht doch an der Krim festhalten zu können. "Wir wollen zudem ein föderales System mit großer Autonomie für die einzelnen Landesteile der Ukraine. Dafür muss die ukrainische Verfassung geändert werden", sagte Oleg Zarew, stellvertretender Vorsitzender der Partei der Regionen . 3/17/14 7:08 PM Rumäniens Präsident Traian Basescu hat sich besorgt zur Situation in der Region ums Schwarze Meer geäußert. Russland habe dort eine Reihe von Konflikten angestoßen – mit dem Ziel, die frühere Sowjetunion mit ihren alten West-Grenzen wieder aufleben zu lassen. Er fürchte, Moldawien sei in "großer Gefahr" . 3/17/14 6:58 PM Der Text des von Putin unterzeichneten Erlasses auf der Webseite des Kreml ( auf russisch ). 3/17/14 6:20 PM Am Dienstag will sich der russische Staatschef Wladimir Putin zum weiteren Vorgehen nach dem Krim-Referendum äußern. Geplant ist eine Rede vor beiden Kammern des Parlaments in Moskau. 3/17/14 6:07 PM Kanada gab bekannt, dass der Staat weitere Strafmaßnahmen gegen russische und ukrainische Offizielle verhängen wird. Man müsse den Druck aufrechterhalten, sagte Kanadas Premier Stephen Harper. 3/17/14 6:03 PM Die US-Regierung überprüft Anfragen der Ukraine wegen militärischer Hilfe , teilte das Weiße Haus mit. Allerdings würden sich die USA derzeit auf wirtschaftliche Unterstützung beschränken und den Konflikt mit Russland auf diplomatischem Wege lösen wollen. 3/17/14 5:58 PM Der stellvertretende Bundesvorsitzende der CDU, Armin Laschet , beklagt einen "marktgängigen Anti-Putin-Populismus" in der deutschen Öffentlichkeit. Schon vor dem Krimkonflikt sei die Debatte sträflich auf Phänomene wie den Fall Pussy Riot fokussiert gewesen, sagte Laschet der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Dienstagsausgabe). "Auch wenn das Referendum in der Krim und die russische Politik gegen die Krim eindeutig völkerrechtswidrig sind, muss man sich aber in den Gesprächspartner hineinversetzen, wenn man eine außenpolitische Beziehung pflegt." 3/17/14 4:02 PM Die von den USA verhängten Sanktionen - Einfrieren von US-Konten und Einreiseverbote - richten sich unter anderem gegen Walentina Matwijenko , die Vorsitzende des russischen Föderationsrates , und Russlands Vizepremier Dmitrij Rogosin . Der entmachtete ukrainische Präsident Wiktor Janukowitsch und der von Kiew nicht anerkannte Krim-Regierungschef Sergej Axjonow stehen ebenfalls auf der Liste. 3/17/14 3:52 PM In Simferopol auf der Krim feiern Bewohner das Ergebnis des Referendums. (Foto: DPA) 3/17/14 3:48 PM Die Staats- und Regierungschefs der EU hatten Anfang März einen dreistufigen Sanktionsplan gegen Russland vereinbart und erste Strafmaßnahmen erlassen: Gespräche über Visa-Erleichterungen und ein neues Grundlagenabkommen wurden auf Eis gelegt . Jetzt greift die zweite Eskalationsstufe: Reiseverbote und das Einfrieren von Vermögenswerten in der EU. Die dritte und letzte Eskalationsstufe wäre erreicht, wenn Russland die Lage auf der Krim oder in anderen Teilen der Ukraine - vor allem im Osten - weiter "destabilisiert". Für diesen Fall kündigte Bundeskanzlerin Angela Merkel weitreichende Veränderungen der Beziehungen zu Russland an. Bundesaußenminister Steinmeier bekräftigte, dass die EU um wirtschaftliche Maßnahmen nicht herumkomme, wenn "der Ehrgeiz Russlands über die Krim hinaus reicht". Wie genau diese Maßnahmen aussehen könnten, ist bisher aber unklar. 3/17/14 3:44 PM Der sich zuspitzende Konflikt zwischen Russland und dem Westen könnte auch deutsche Banken treffen. Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) beziffert die Forderungen der deutschen Geldhäuser - Auslandstöchter und Filialen eingerechnet - auf 16,8 Milliarden Euro . Kritisch wird es dann, wenn Russland mit seinen vielen Staatskonzernen seine Auslandsschulden nicht mehr bedient. Trotzdem gehen Morgan-Stanley-Analysten nicht davon aus, dass sich die großen Auslandsbanken aus Russland zurückziehen könnten. Dazu sei der russische Markt - anders als etwa der in der Ukraine - zu attraktiv. 3/17/14 3:39 PM "Es geht nicht darum, dass wir uns mit etwas abfinden", so Steinmeier weiter. Es müsse aber Vorsorge gegen die Gefahr einer militärischen Konfrontation zwischen ukrainischen und russischen Streitkräften getroffen werden. Es sei "ohnehin fast schon ein Wunder ", dass bisher "nicht Schlimmeres" passiert sei. Steinmeier fügt hinzu: "Wir haben die Konfrontation von europäischer Seite aus nicht gesucht. Was man uns nicht vorwerfen kann, ist, dass wir es an politischen und diplomatischen Vorschlägen hätten mangeln lassen. Wir haben unermüdlich daran gearbeitet, die heutige Entscheidungssituation zu vermeiden." 3/17/14 2:06 PM Die USA haben unter anderem das US-Vermögen vom russischen Vizepremier Dmitrij Rogosin eingefroren. Außerdem wurden der entmachtete ukrainische Präsident Wiktor Janukowitsch und der von Kiew nicht anerkannte Krim-Regierungschef Sergej Axjonow auf die Sanktionsliste gesetzt. 3/17/14 2:02 PM Von den EU-Sanktionen sind nach den Worten von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier 13 Russen und acht Spitzenpolitiker der Krim betroffen, meldet die dpa. 3/17/14 1:55 PM Außenminister Steinmeier wehrt sich bei der Pressekonferenz gegen Kritik an der Europäischen Union: "Man kann uns nicht vorwerfen, dass es an politischen Vorschlägen mangelte. Wir haben unermüdlich daran gearbeitet, die heutige Entscheidungssituation zu vermeiden ." 3/17/14 1:52 PM Beim Protest gegen Russlands Vorgehen auf der Krim lassen manche Demonstranten Blumen sprechen. Sie haben sich in Brüssel postiert, wo die EU-Außenminister gerade Sanktionen gegen Russland beschlossen haben. (Foto: Reuters) 3/17/14 1:45 PM Wladimir Putin hat nur noch wenige Freunde in Berlin - doch auf die Linken kann sich Russlands Präsident verlassen. Fabian Reinbold schreibt über die Linkspartei in der Krim-Krise. 3/17/14 1:42 PM Nach Ansicht der CDU-Führung sollte die Europäische Union (EU) schärfere Sanktionen gegen Russland nicht wegen möglicher Nachteile für die eigene Wirtschaft ausschließen. "Die soziale Marktwirtschaft ist immer auch eine wertegebundene Wirtschaftsordnung", sagt Generalsekretär Peter Tauber. Deswegen sei es selbstverständlich, dass man auf dieser Grundlage im Zweifel auch zu einschneidenden Maßnahmen in Form von Sanktionen bereit sei. 3/17/14 1:39 PM Sanktionen auch von Seiten der USA : Die verhängten Einreiseverbote und Kontensperrungen treffen sieben Russen und vier Ukrainer. 3/17/14 12:31 PM Friedensnobelpreisträger Michail Gorbatschow (83) hält die Voraussetzungen für einen Beitritt der Krim zu Russland für erfüllt. "Die Menschen (auf der Halbinsel) wollen es, und das bedeutet, dass man ihnen entgegenkommen muss", sagte der frühere Sowjetpräsident der Agentur Itar-Tass. Die Bevölkerung habe die Gelegenheit gehabt, in einem Referendum ihre Meinung zu sagen. "Das ist gut" , so Gorbatschow. 3/17/14 12:28 PM Rustam Temirgaliew , der Vizepremierminister der Krim-Führung, kündigte an, dass die Region eine Zentralbank eröffnet. Man erwarte, dass Russland die Krim mit einer Milliarde Rubel (rund 20 Millionen Euro) unterstützen wird, um die finanzielle Situation in den kommenden Tagen zu stabilisieren. Später solle die Bank als regionale Niederlassung der russischen Zentralbank dienen. 3/17/14 12:14 PM Das Krim-Parlament hat für eine Verstaatlichung der ukrainischen Energiekonzerne Chornomornaftogaz und Ukrtransgaz gestimmt. Ein Offizieller der Krim-Regierung sagte bereits vergangene Woche, dass die ukrainischen Unternehmen an russische Firmen verkauft werden, sobald die Krim in die russische Föderation aufgenommen wird. Ein möglicher Käufer wäre der russische Energiekonzern Gazprom . 3/17/14 12:05 PM Was das Schicksal der Krim angeht, sind die Würfel aus Sicht der EU gefallen. Auch mit "den stärksten Sanktionen der Welt " werde sich der "Status quo nicht mehr herstellen" lassen, sagt Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn. 3/17/14 11:56 AM Die Krim-Regierung verstaatlicht die ukrainischen Energiekonzerne Chornomornaftogaz und Ukrtransgaz auf der Halbinsel. Dies melden russische Nachrichtenagenturen. 3/17/14 11:54 AM #NATO SG & Acting FM discuss #Crimea referendum & future coop. w/ #Ukraine goo.gl/fw4GSs 3/17/14 11:52 AM Die russische Währung Rubel gerät unter Druck. Ein Dollar stieg in der Spitze auf ein Rekordhoch von 36,73 Rubel. Grund dafür ist die Furcht vor einer wirtschaftlichen Schwächung Russlands durch Sanktionen des Westens. "Damit die Rubel-Schwäche verschwindet, müssten die Sanktionen gegen Russland schon sehr milde ausfallen", sagt Manik Narain, Emerging Markets Stratege bei der Schweizer Bank UBS. 3/17/14 11:48 AM 3/17/14 11:34 AM Nach dem Referendum über die Zugehörigkeit zu Russland hat das Krim-Parlament den Rubel als zweite offizielle Währung auf der ukrainischen Halbinsel eingeführt. Der russische Rubel werde parallel neben der ukrainischen Währung Griwna als Zahlungsmittel akzeptiert, erklärt das Parlament am Montag. Die ukrainische Währung könne noch bis zum 1. Januar 2016 benutzt werden. 3/17/14 11:21 AM Russland hat die Gründung einer internationalen Unterstützungsgruppe vorgeschlagen, um in der Ukraine-Krise zu vermitteln. Die vom russischen Außenministerium am Montag vorgegebenen Ziele der Gruppe dürften jedoch im Westen, der selbst eine Kontaktgruppe vorgeschlagen hat, auf Ablehnung stoßen. So soll die von Russland favorisierte Unterstützungsgruppe dafür sorgen, dass die ukrainische Regierung das Referendum auf der Krim anerkennt. 3/17/14 11:17 AM Die EU ist sich uneinig, welche Sanktionen gegenüber Russland beschlossen werden sollen. Bulgarien will sich harten Sanktionen gegen Russland beim EU-Außenministertreffen widersetzen . Diese Haltung solle Außenminister Kristian Wigenin in Brüssel verteidigen, berichtet die regierungsnahe bulgarische Zeitung "Standart". Denn Bulgarien ist im Energiebereich völlig abhängig von Russland. 3/17/14 11:06 AM Der britische Außenminister William Hague: „Die Sanktionsliste ist auch eine wichtige Erklärung dazu, was europäische Staaten davon halten, Streitfragen im 21. Jahrhundert mit Waffengewalt und der Androhung von Annexion statt durch Verhandlungen und den Gebrauch des internationalen Rechts zu lösen.“ (Foto: Reuters) 3/17/14 11:02 AM Nun will der Westen kontern. Die geplanten Sanktionen sollten "in Russland klar verstanden werden", sagte der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) bei einem Treffen mit seinen EU-Amtskollegen in Brüssel. Catherine Ashton, EU-Außenbeauftragte, sprach vom "stärkstmöglichen Signal" an Russland: "Und das Signal ist, dass wir sicherstellen wollen, dass die Russen den Ernst der Lage erkennen." Die EU-Außenminister beraten gerade über eine Liste von Personen, gegen die Einreiseverbote verhängt werden sollen. Auch sollen deren Konten in der EU gesperrt werden. Zu Sitzungsbeginn gab es aber noch keine Einigung über den Umfang der Liste, sagten Diplomaten. 3/17/14 10:58 AM Erste Sanktionen des Westens gegenüber Russland sind nur noch eine Frage der Zeit . Die russische Wirtschaft steckt jetzt schon tief in der Krise . Hier können Sie nachlesen, wie es um die Wirtschaft in Russland bestellt ist. 3/17/14 10:54 AM Die Bundesregierung hat die Abstimmung auf der ukrainischen Halbinsel Krim zur Angliederung an Russland als unrechtmäßig verurteilt. Die Bürger auf der Krim hätten auf dem Stimmzettel nicht die Möglichkeit gehabt, für den Status quo zu votieren. Und das Referendum habe unter dem Eindruck illegaler Präsenz russischer Truppen stattgefunden. "Die Bundesregierung ist weiter in großer Sorge", sagte er. Kanzlerin Angela Merkel habe dem russischen Präsidenten Wladimir Putin ihre klare Haltung in einem Telefongespräch noch einmal übermittelt. 3/17/14 10:52 AM Der Russland-Experte Ewald Böhlke hat vor einer militärischen Eskalation des Krim-Konflikts gewarnt. "Die Wahrscheinlichkeit ist extrem groß", sagte der Direktor des Berthold-Beitz-Zentrums der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik der Nachrichtenagentur dpa. "Und niemand soll sich Illusionen machen und glauben, er hat das im Griff. Denn solche Prozesse sind irrational zum Teil, sie sind spontan, sie sind nicht planbar, und wir haben ja auf dem Maidan und anderswo gesehen, es reicht manchmal ein kleiner Funke, und schon gibt es eine Riesenflamme." Der Konflikt könne sich laut Böhlke auch räumlich ausweiten. "Was auf der Krim passiert ist, ist faktisch generalstabsmäßig geplant gewesen. Und es ist davon auszugehen, dass in der Ost- und Südukraine andere Gebiete zumindest in den Sog dieses Krim-Referendums kommen", sagte er. 3/17/14 10:44 AM Die ukrainische Übergangsregierung will ihre Truppen nach dem Referendum über die Unabhängigkeit der Krim nicht von der Halbinsel abziehen. "Die ukrainischen Einheiten bleiben auf der Krim stationiert" , sagt Verteidigungsminister Igor Tenjuch vor Journalisten in Kiew. Der Präsident des prorussischen Krim-Parlaments hatte zuvor erklärt, dass die ukrainischen Militärstützpunkte auf der Krim aufgelöst werden sollen. Soldaten, die bleiben wollten, könnten in örtliche Streitkräfte integriert werden. 3/17/14 10:42 AM Kämpfer einer Freiwilligenarmee marschieren zum ukrainischen Parlament in Kiew. Die Ukraine will 40.000 Reservisten für den Militärdienst mobilisieren. (Foto: dpa) 3/17/14 10:36 AM Die Bundesregierung verurteilt das Referendum auf der Krim. Deutschland erkenne es nicht an, sagt Regierungssprecher Steffen Seibert. 3/17/14 10:36 AM Russland schlägt die Bildung einer internationalen "Unterstützungsgruppe" zur Vermittlung in der Ukraine-Krise vor. 3/17/14 9:48 AM Die Deutsche Börse in Frankfurt am Main hat sich am Montagmorgen unbeeindruckt vom Ergebnis der Abstimmung über die Krim gezeigt. Der Deutsche Aktienindex Dax legte nach Börsenöffnung 0,67 Prozent zu und stand bei 9117 Punkten. Die Angst vor Wirtschaftssanktionen der EU gegenüber Russland hatte am Freitag noch zu starken Verlusten geführt. In Frankfurt war der Dax am Freitag zeitweise unter die Marke von 9000 Punkten gerutscht. Analysten erwarten auch weiterhin, dass die Kurse durch die Krise auf der Krim weiterhin belastet bleiben. 3/17/14 9:45 AM Das Parlament in der Ukraine hat einer Teilmobilisierung der Armee zugestimmt. 40.000 Reservisten sollen für den Militärdienst mobilisiert werden. Die Hälfte davon soll in den Streitkräften eingesetzt werden, die restlichen 20.000 Soldaten sollen in der neu gegründeten Nationalgarde eingebunden werden. Zur Begründung nannten die Abgeordneten " die Zuspitzung der politischen Lage im Land und die Einmischung Russlands in die inneren Angelegenheiten der Ukraine". 275 Abgeordnete genehmigten den Antrag von Interimspräsident Alexander Turtschinow, während sich 33 Parlamentarier enthielten. 3/17/14 9:37 AM Der stellvertretende Unionsfraktionschef Andreas Schockenhoff (CDU) sagte dagegen im rbb-Inforadio: "Wirtschaftssanktionen treffen zwar auch uns, das müssen wir in Kauf nehmen , aber sie werden Russland empfindlich treffen ." 3/17/14 9:35 AM Philipp Mißfelder, CDU-Außenpolitiker, mahnt bei Sanktionen der EU zur Zurückhaltung . "Bei Sanktionen muss man eben aufpassen, dass man sich nicht ins eigene Fleisch schneidet", sagt der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag im Südwestrundfunk. "Den Amerikanern und der amerikanischen Öffentlichkeit ist das vielleicht egal. Aber sie haben auch nicht diese Handelsbeziehungen , die zum Beispiel Deutschland mit Russland traditionell hat", so Mißfelder. 3/17/14 9:32 AM Tageszeitungen auf der Krim titeln: „Krim hat Russland gewählt.“ (Foto: Reuters) 3/17/14 9:27 AM Die Ukraine will die Anzahl ihrer Soldaten erhöhen. 40.000 Reservisten sollen für den Militärdienst mobilisiert werden. Die Hälfte davon soll in den Streitkräften eingesetzt werden, die restlichen 20.000 Soldaten sollen in der neu gegründeten Nationalgarde eingebunden werden. Das Parlament der Ukraine billigte dazu ein Dekret des Präsidenten. 3/17/14 9:19 AM Der Präsident des Krim-Parlaments, Wladimir Konstantinow, teilt mit, die ukrainischen Militäreinheiten in der Krim-Region würden aufgelöst . 3/17/14 9:12 AM Das Regionalparlament auf der Krim macht den Weg für einen Beitritt der ukrainischen Halbinsel zur Russischen Föderation frei. Die 85 Abgeordneten votierten gerade einstimmig für die Unabhängigkeit der Krim und eine Eingliederung in das Nachbarland. Außerdem verabschiedete die Krim-Führung einen Antrag auf Aufnahme in die Russische Föderation . 3/17/14 9:04 AM Die EU-Sanktionen , die am heutigen Montag gegen Russland beschlossen werden sollen, werden nach den Worten von Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn zeitlich begrenzt sein. Damit solle die Möglichkeit für weitere Gespräche gegeben werden. Realpolitisch gesehen könnten aber keine Sanktionen der Welt ändern, was am Sonntag auf der Krim geschehen sei. 3/17/14 9:03 AM Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier fordert Russland auf, umgehend eine Beobachtermission in der Ukraine zuzulassen. Dies müsse in den nächsten Tagen geschehen, nicht erst in Wochen oder Monaten. Der Schwerpunkt der Mission solle im Osten und Süden der Ukraine liegen, sagt Steinmeier vor Beratungen mit seinen EU-Amtskollegen in Brüssel. 3/17/14 8:59 AM Die Regierung in Krim hat formal beantragt, in die Russische Föderation aufgenommen zu werden. Dies teilen russische Nachrichtenagenturen mit. 3/17/14 8:47 AM Laut dem britischen Außenminister einigen sich heute die EU-Außenminister auf Sanktionen gegen Russland . " Wir werden uns auf diesem Treffen einigen . Ich bin zuversichtlich, dass wir Sanktionen, etwa Einreiseverbote und Kontensperrungen, beschließen werden", sagte der britische Außenminister William Hague dem Fernsehsender BBC. Auf der Liste würden Namen aus Russland und der Krim stehen. 3/17/14 8:33 AM Wa sagen Medien zum Krim-Referendum? Klicken Sie hier, um zum Pressekompass zu gelangen. 3/17/14 8:30 AM Staatstreue Medien in Russland verbreiten dagegen die Kunde von einem überzeugenden Sieg . Als Kronzeugen präsentieren sie zahlreiche "Wahlbeobachter aus Europa". So sagt der Finne Johan Bäckman, das Krim-Referendum sei " absolut legitim im Rahmen des internationalen Rechts ". In bestem Kreml-Duktus sprach Bäckman zudem von "einer beispiellosen Aggression von USA, Nato und EU gegen das Volk der Krim". 3/17/14 8:25 AM Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton bezeichnet das Referendum auf der Krim als illegal . (Foto: Reuters) 3/17/14 8:20 AM Der tschechische Ministerpräsident Bohuslav Sobotka lehnt in der Krim-Krise Wirtschaftssanktionen gegen Russland ab. "Wirtschaftliche Sanktionen halten wir nicht für den geeigneten Weg", sagte Sobotka dem "Handelsblatt". Sein Land wolle eine diplomatische und politische Lösung des Konflikts. " Keinesfalls darf Europa hysterisch vorgehen ", sagte er. Vielmehr müssten die Europäer "einheitlich, ruhig, konsequent und gründlich" auf die Krise reagieren. 3/17/14 8:05 AM Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton hat das Referendum auf der Krim über die Zugehörigkeit zu Russland als illegal bezeichnet. Zudem ruft sie Russland zum Dialog mit der Ukraine auf. "Es ist gemäß der ukrainischen Verfassung und gemäß internationalem Recht illegal", sagte Ashton gerade vor Beginn eines Treffens der EU-Außenminister in Brüssel. 3/17/14 8:02 AM US-Präsident Obama stellte Wladimir Putin noch gestern Abend schärfere Sanktionen gegen Russland in Aussicht. Hier können Sie nachlesen, wie Obama auf das Referendum reagiert hat. 3/17/14 7:50 AM Wie soll die Sanktionsliste der EU genau aussehen? EU-Diplomaten sagten gerade in Brüssel, dass auch bei einem Treffen der EU-Botschafter am Sonntag noch keine Einigung darüber erzielt worden sei, gegen welche Personen die EU Einreiseverbote und Kontensperrungen beschließen soll. Über die Namensliste müssten nun die Minister selbst entscheiden, sagte ein Diplomat. Nicht nur die Zahl der Namen sei umstritten. Vor allem gebe es unterschiedliche Auffassungen darüber, wer zu den ersten Betroffenen gehören soll und wie hochrangig die aufgeführten Politiker, Militärs und Geschäftsleute sein sollen. 3/17/14 7:47 AM 3/17/14 7:45 AM Nach den Worten des Gesandten der russischen Botschaft in Berlin hat Russland kein Interesse an einer offenen Konfrontation mit dem Westen. " Wir sind gegen den Kalten Krieg , da entstünde großer Schaden für ganz Europa und die Welt", sagt Oleg Krasnizkij im "Deutschlandfunk". Russland sei ein Mitglied der internationalen Gemeinschaft. Die von der EU angedrohten Sanktionen würden in Russland als kontraproduktiv für die Suche nach einer politischen Lösung der Krise in der Ukraine gesehen, sagte Krasnizkij. Die EU, die USA und Russland müssten im Gespräch bleiben und weiter nach einer diplomatischen Lösung suchen . 3/17/14 7:43 AM Sergej Beliakow, stellvertretender russischer Wirtschaftsminister, warnt vor einer russischen Wirtschaftskrise . "Es gibt klare Anzeichen , dass sich die russische Wirtschaft in einer Krise befindet", sagt Belyakov am heutigen Montagmorgen. 3/17/14 7:37 AM Nun wurde das amtliche Endergebnis noch ein wenig nach oben korrigiert. Der regionalen Wahlleitung zufolge haben sich 96,77 Prozent der Wähler für den Anschluss an Russland ausgesprochen. 3/17/14 7:27 AM Der Osteuropa-Beauftragte der Bundesregierung Gernot Erler (SPD) rechnet nach der Volksbefragung über die Zukunft der Krim zunächst nur mit einer moderaten Verschärfung der EU-Sanktionen gegen Russland . "Ich erwarte eigentlich, dass wir jetzt unmittelbar nach dem Referendum nicht sofort eine ungeheuerlich umfangreiche Liste bekommen", sagt Erler im Deutschlandfunk . Erler bezieht sich auf eine Liste mit den Namen russischer Regierungsvertreter, gegen die die EU Reisebeschränkungen und Kontensperrungen verhängen könnte. Er gehe davon aus, dass die EU sich vorbehalte, diese Liste bei Bedarf zu erweitern. Erler hat zudem Hoffnung, dass Russland seinen harten Kurs im Konflikt mit der Ukraine doch noch kurzfristig ändern werde. 3/17/14 7:22 AM Wie reagieren die Börsen auf das Ergebnis auf der Krim? Die Kurse an der russischen Börse sind gestiegen : Der Index MICEX legte nach Börsenöffnung in Moskau um 1,93 Prozent zu. Auch der Index RTS, der die größten 50 russischen Unternehmen umfasst, erhöhte sich um 2,11 Prozent. Die Börse in Tokio hat nach dem Referendum auf der Krim nur leicht nachgegeben . Der Nikkei-Index für 225 führende japanische Unternehmenswerte notierte am Montag zum Handelsende einen Abschlag von 0,4 Prozent beim Stand von 14.278 Punkten. Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind am heutigen Morgen kaum verändert in den Handel gegangen. Der für den Anleihemarkt richtungsweisende Euro-Bund-Future lag unverändert bei 143,46 Punkten. 3/17/14 7:10 AM 3/17/14 7:01 AM Nun steht das offizielle Endergebnis fest: 96,6 Prozent haben sich für die Eingliederung der ukrainischen Halbinsel Krim in die Russische Föderation ausgesprochen. Das teilt der Krim-Regierungschef Sergej Axjonow gerade im Kurznachrichtendienst Twitter mit. Der Westen hält die Volksabstimmung für illegal und erkennt das Ergebnis nicht an. 3/17/14 7:00 AM Nach dem Ende des Referendums feierten Beitrittsbefürworter die ganze Nacht auf dem Lenin-Platz in Simferopol. (Foto: dpa) 3/17/14 6:55 AM Russland will die Schwarzmeerinsel Krim rasch in die Föderation aufnehmen . Die Staatsduma in Moskau schaffe dafür jetzt die rechtlichen Voraussetzungen , sagt Vizeparlamentschef Sergej Newerow der Agentur Interfax. "Die Menschen haben für die Wiedervereinigung mit einem Volk gestimmt, mit dem sie immer gelebt haben", sagte er. 3/17/14 6:53 AM Was steht am heutigen Montag auf der politischen Agenda? • Die Regierung in Simferopol will offiziell beantragen, in die Russische Föderation aufgenommen zu werden. • Im Unterhaus des russischen Parlaments, der Duma, soll der Gesetzesentwurf zur Eingliederung der Krim fertiggestellt und den Abgeordneten vorgelegt werden. • US-Vizepräsident Joe Biden wird in Polen und Litauen mit den Verbündeten über die Lage in der Region sprechen. • In Brüssel treffen sich die EU-Außenminister und wollen Strafmaßnahmen gegen Russland beschließen. • Ebenfalls in Brüssel empfängt der Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen den ukrainischen Übergangs-Außenminister Andrej Deschtschitsja . • In Wien tag der Ständige Rat der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) . Dort steht die Entscheidung an, ob mehr Beobachter in die Ukraine entsandt werden.  3/17/14 6:46 AM Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser. Am gestrigen Sonntag haben beim Referendum auf der Krim mehr als 95,5 Prozent der Wähler für den Beitritt zu Russland gestimmt. Die Reaktionen auf das Referendum sind deutlich: Während Russland den Beitritt vorbereitet, droht der Westen mit harschen Sanktionen. Alle wichtigen Entwicklungen können Sie hier im Liveticker verfolgen. Show more Tickaroo Liveblog Software



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deus-Lo-vult 17.03.2014
1.
96% ?? Dann haben die Krimtataren also auch für Russland gestimmt? Wer's glaubt ....
jan_p 17.03.2014
2. was solls...
Nn die Bevölkerung das wirklich will. Soll Russland doch den Zipfel bekommen. Auf jeden Fall rentiert es sich sicher nicht deswegen die Beziehungen weiter zu strapazieren. Gerade jetzt in der Situation in der von Deutschland eine "neue Außenpolitik" erwartet wird sollte man sich jetzt in Zurückhaltung üben. Es sind eh schon vollendete Tatsachen geschaffen und Putin wird sowieso nicht nachgeben.
Lord Chester 17.03.2014
3. Bei 83 % Wahlbeteiligung
Das unterschlägt wieder einmal der Spiegel. In Bayern ist hingegen die Wahlbeteiligung bei der gestrigen Kommunalwahl auf unter 50 % gesackt. Auf der Krim kann man von Demokratie sprechen!
N.Danilewski 17.03.2014
4.
Zitat von deus-Lo-vult96% ?? Dann haben die Krimtataren also auch für Russland gestimmt? Wer's glaubt ....
Warum denn nicht? Damit wären auch die Tataren endlich wieder vereint.
MichaS. 17.03.2014
5. Wille des Volkes
Also, wenn das wirklich der Wille des Volkes dort ist, kann man nix gegen den Anschluss der Krim an Russland einwenden. Allerdings bezweifle ich das. Ich meine, irgendwann gelesen zu haben, dass man auf dem Wahlzettel lediglich Ja ankreuzen konnte. Ein Nein war nicht vorgesehen. Außerdem wird kritisiert, dass die Menschen nicht ausreichend Zeit hatten, sich eine Meinung zu bilden. Der Druck durch die militärische Intervention Russlands dürfte auch nicht zu unterschätzen sein. Hinzu kommt noch die Lügenpropaganda Russlands. Alles in allem also ein zweifelhafter Vorgang.
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