Krisentreffen Berlusconi will seine Koalition kitten

Bis spät in die Nacht saßen Italiens Premier Silvio Berlusconi und seine Koalitionspartner im Palazzo Chigi zusammen. Doch der Gipfel zur Behebung der Koalitionskrise führte bislang zu keinem Ergebnis. Noch immer steht das Regierungsbündnis auf der Kippe.


Premier in Nöten: Silvio Berlusconi
DDP

Premier in Nöten: Silvio Berlusconi

Rom - Heute sollen die Krisengespräche nun fortgesetzt werden. Das erste Treffen war nach Angaben von Teilnehmern kurz nach Mitternacht nach vierstündiger Dauer vertagt worden. Beobachter gehen davon aus, dass am Ende der Gespräche eine Kabinettsumbildung oder gar der Bruch der Koalition stehen könnte.

Bei den Treffen geht es um die künftige Politik und den Wirtschaftskurs der Koalition sowie um anstehende institutionelle Reformen. Unter anderem fordert der kleinere Koalitionspartner UDC, die von Berlusconi geplanten Steuersenkungen sozial gerechter zu gestalten. Ausgelöst worden war die Koalitionskrise durch die Schlappe bei den jüngsten Europa- und Kommunalwahlen, bei der die konservative Forza Italia Berlusconis Stimmen an die drei kleineren Koalitionspartner verlor. In der Folge war Wirtschaftsminister Giulio Tremonti von seinem Amt zurückgetreten. Außerdem drohten mehrere Parteien mit dem Austritt aus der Koalition.



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