Kroatien Stichwahl zwischen Mesic und Budisa

Eine Stichwahl zwischen zwei führenden Politikern der bisherigen Opposition wird das Rennen um die Präsidentschaft in Kroatien entscheiden. Stjepan Mesic, der der letzte Präsident im alten Jugoslawien war, und der Sozialliberale Drazen Budisa werden am 7. Februar gegeneinander antreten.


Stjepan Mesic
AP

Stjepan Mesic

Zagreb - Beide Kandidaten bekräftigten in der Nacht ihre Überzeugung, gute Chancen für einen Sieg zu haben. Nach der Auszählung von 97 Prozent der Stimmen führte Mesic mit 41,7 Prozent. Drazen Budisa lag bei 28 Prozent. Mate Granic von der bislang regierenden nationalistischen HDZ erreichte danach 21,7 Prozent der Stimmen. Insgesamt waren am Montag neun Kandidaten angetreten. Die Wahlbeteiligung lag nach Angaben der Wahlkommission bei etwa 64 Prozent.

Die Wahlen waren nach dem Tod von Präsident Franjo Tudjman am 10. Dezember nötig geworden. Sie vollenden den Machtwechsel in dem Land, nachdem das oppositionelle Mitte-Links-Bündnis aus sechs Parteien bereits die Parlamentswahlen am 3. Januar gewonnen hatte.

Die landesweit fast 7000 Wahllokale hatten um 19.00 Uhr geschlossen. Zwischenfälle gab es nach Angaben der Wahlkommission nicht. Auch im benachbarten Bosnien, wo die kroatische Volksgruppe zur Wahl aufgerufen war, berichtete der Rundfunk über einen ruhigen Verlauf.



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