Annäherung an USA Kuba will von US-Terrorsponsoren-Liste gestrichen werden

Kuba und die Vereinigten Staaten nähern sich nach 50 Jahren Eiszeit langsam an - jetzt stellt Kuba eine Forderung: Bevor man weiter verhandle, müssten die USA das Land von der Liste der Terrorsponsoren streichen.

Präsident Raúl Castro: Kuba will nicht mehr als Terrorunterstützer dastehen
AFP

Präsident Raúl Castro: Kuba will nicht mehr als Terrorunterstützer dastehen


Havanna - Für einen diplomatischen Neustart mit den USA will das sozialistische Kuba von der US-Liste der sogenannten staatlichen Terrorsponsoren gestrichen werden. Anderenfalls sei die Wiederaufnahme bilateraler Beziehungen nicht sinnvoll, sagte ein ranghoher Vertreter des kubanischen Außenministeriums am Mittwoch in der Hauptstadt Havanna. Am Freitag soll der Diplomat an neuen Gesprächen mit den USA in Washington teilnehmen.

Der Karibikstaat wird seit 1982 auf der US-Liste der staatlichen Terrorismus-Sponsoren geführt. Auf dem Index stehen auch Iran, der Sudan und Syrien. Beobachter erwarten, dass Kuba im Zuge der US-Annäherung bald von der Liste genommen wird.

Das sozialistisch regierte Kuba und die Vereinigten Staaten hatten Mitte Dezember 2014 überraschend die Normalisierung ihrer Beziehungen nach mehr als 50 Jahren diplomatischer Eiszeit angekündigt. Die Verhandlungen dazu wurden im Januar in Havanna aufgenommen.

mia/dpa



insgesamt 8 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
saihttam44 26.02.2015
1. Überfällig
Die Forderung Kubas ist absolut nachvollziehbar, geht jedoch nicht weit genug. Eine Entschuldigung wegen der Invasion in der Schweinebucht und wegen zahlreicher Verstöße gegen Völker- und Menschenrechte sollte ebenfalls verlangt werden.
saihttam44 26.02.2015
2. Überfällig
Die Forderung Kubas ist absolut nachvollziehbar, geht jedoch nicht weit genug. Eine Entschuldigung wegen der Invasion in der Schweinebucht und wegen zahlreicher Verstöße gegen Völker- und Menschenrechte sollte ebenfalls verlangt werden.
helmut46 26.02.2015
3. Berechtigte Forderung
Dieser kubanischen Forderung sollte unbedingt nachgegeben werden, denn dadurch wird ein Platz auf der Liste der Terrorsponsoren frei, den die USA problemlos mit folgenden Referenzen übernehmen kann: - Militärische Unterstützung der Warlords in Afghanistan im Krieg gegen Russland. Anschließend bekämpften die selben Kämpfer als Taliban gegen die USA. - Militärische Unterstützung der sogenannten Rebellen in Syrien. Jetzt kämpfen diese Krieger als IS gegen die USA. - usw.
darthmax 26.02.2015
4. Kommunisten
Kuba hat die USA nicht angegriffen und dies auch nicht einmal geplant.. Das kommunistische Regime in Kuba ist nun wirklich nicht sehr Menschenfreundlich, das sind aber viele andere auch, die von den USA als Freunde bezeichnet werden( z.B. Saudiarabien). Kuba hat US Amerikaner enteignet, insbesondere auch Mafia Bosse, das kann Ihnen natürlich nicht vergeben werden.
entredostierras2011 26.02.2015
5. Noch eine Entschuldigung
Zitat von saihttam44Die Forderung Kubas ist absolut nachvollziehbar, geht jedoch nicht weit genug. Eine Entschuldigung wegen der Invasion in der Schweinebucht und wegen zahlreicher Verstöße gegen Völker- und Menschenrechte sollte ebenfalls verlangt werden.
Und wie waere es, wenn sich Kuba im Gegenzug fuer den Export von Soeldnerbanden nach Afrika, Bolivien und Venezuela entschuldigt?
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.