Protestaktion in Bulgarien Rosa Armee Aktion

Pop-Art am Kriegermonument: Das Sowjetdenkmal in Bulgariens Hauptstadt Sofia leuchtet in grellem Rosa. Künstler haben die Figuren angemalt. Es ist eine Geste der Entschuldigung für den blutigen Einsatz beim Prager Frühling 1968.

AFP

Sofia - Vor 45 Jahren schlug die Armee des kommunistischen Warschauer Pakts den Prager Frühling blutig nieder. Der Aufstand in der damaligen Tschechoslowakei endete mit mehr als hundert Toten und Hunderten Verletzten.

Unbekannte Künstler haben sich nun für die Beteiligung Bulgariens an dem Einmarsch am 21. August 1968 entschuldigt. Die Künstler färbten das umstrittene Denkmal für die sowjetische Rote Armee im Zentrum der bulgarischen Hauptstadt Sofia um: Seit der Nacht zum Mittwoch leuchten die Figuren rosa. Auf das Monument sprühten sie außerdem auf Tschechisch und Bulgarisch: "Bulgarien entschuldigt sich."

Bulgarien gehörte damals zum Ostblock. Für seine Beteiligung hatte sich Sofia bereits im Jahr 1990 entschuldigt.

Die Aktion am kontroversen Denkmal zu Ehren der früheren Sowjetarmee erinnerte auch daran, dass bulgarische Antikommunisten seit Jahren dessen Abriss fordern. Das Monument war bereits vor gut zwei Jahren Schauplatz einer ersten Pop-Art-Aktion geworden - die sowjetischen Soldaten wurden vorübergehend mit bunten Farben zu populären Helden aus US-Comics verwandelt.

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Sofia: Pop-Art am Kommunistendenkmal

otr/dpa



insgesamt 14 Beiträge
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Seite 1
NoName2 21.08.2013
1. Pink Floyd
spielen übrigens im August in Sofia!
Harlekinmann 21.08.2013
2. Eine Respektlosigkeit...
...für die Männer und Frauen die Ihr Leben im 2ten Weltkrieg gaben um die Freiheit zu schützen.
NoName2 21.08.2013
3. Pink
...gibt soweit ich weiss leider keine Konzerte in Bulgarien.
gigamesh 21.08.2013
4.
Zitat von sysopAFPPop-Art am Kriegermonument: Das Sowjetdenkmal in Bulgariens Hauptstadt Sofia leuchtet in grellem Rosa. Künstler haben die Figuren angemalt. Es ist eine Geste der Entschuldigung für den blutigen Einsatz beim "Prager Frühling" 1968. http://www.spiegel.de/politik/ausland/kuenstler-in-bulgarien-faerben-als-entschuldigung-sowjetdenkmal-rosa-a-917794.html
Befremdend, dass SPON hier tatsächlich allen Ernstes von "Kunst" spricht. In meinen Augen ist es einfach nur eine Denkmalschändung. Für eine ernstgemeinte Entschuldigung hätte es ein dutzend anderer Wege gegeben, die nicht mit einer Respektlosigkeit gegenüber den gefallenen Soldaten verbunden wären.
schon,aber 21.08.2013
5. Geschichtsklitterung
Zitat von Harlekinmann...für die Männer und Frauen die Ihr Leben im 2ten Weltkrieg gaben um die Freiheit zu schützen.
Sie scheinen hier verschiedene Dinge miteinander auf ungehörige Weise zu vermischen bzw. Begriffsverwirrung zu praktizieren. Richtig ist, die Rote Armee verhinderte die Unterjochung durch die Hitlerfaschisten. Dennoch: im Sowjetkommunismus gab es keine Freiheit und es kehrte auch nach dem Sieg der Roten Armee keinerlei "Freiheit" ein, weder für die Sowjetmenschen noch für die von ihnen unterdrückten Satellitenstaaten. Im Gegenteil: durch Leninismus und Stalinismus kamen mehr als 50 Millionen Menschen um, Menschen des eigenen Volkes und der Nachbarstaaten.
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