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Sofia: Guerilla-Kunst am Kriegerdenkmal

Foto: DIMITAR DILKOFF/ AFP

Protestaktion in Bulgarien Rosa Armee Aktion

Pop-Art am Kriegermonument: Das Sowjetdenkmal in Bulgariens Hauptstadt Sofia leuchtet in grellem Rosa. Künstler haben die Figuren angemalt. Es ist eine Geste der Entschuldigung für den blutigen Einsatz beim Prager Frühling 1968.

Sofia - Vor 45 Jahren schlug die Armee des kommunistischen Warschauer Pakts den Prager Frühling blutig nieder. Der Aufstand in der damaligen Tschechoslowakei endete mit mehr als hundert Toten und Hunderten Verletzten.

Unbekannte Künstler haben sich nun für die Beteiligung Bulgariens an dem Einmarsch am 21. August 1968 entschuldigt. Die Künstler färbten das umstrittene Denkmal für die sowjetische Rote Armee im Zentrum der bulgarischen Hauptstadt Sofia um: Seit der Nacht zum Mittwoch leuchten die Figuren rosa. Auf das Monument sprühten sie außerdem auf Tschechisch und Bulgarisch: "Bulgarien entschuldigt sich."

Bulgarien gehörte damals zum Ostblock. Für seine Beteiligung hatte sich Sofia bereits im Jahr 1990 entschuldigt.

Die Aktion am kontroversen Denkmal zu Ehren der früheren Sowjetarmee erinnerte auch daran, dass bulgarische Antikommunisten seit Jahren dessen Abriss fordern. Das Monument war bereits vor gut zwei Jahren Schauplatz einer ersten Pop-Art-Aktion geworden - die sowjetischen Soldaten wurden vorübergehend mit bunten Farben zu populären Helden aus US-Comics verwandelt.

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Sofia: Pop-Art am Kommunistendenkmal

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otr/dpa
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