Österreich Zwei Menschen bei Kurden-Demonstration schwer verletzt

Bei einer Solidaritätskundgebung für Kobane sind in Bregenz Kurden und Sympathisanten der Terrormiliz IS aufeinandergeprallt. Dabei wurden zwei Demonstranten angegriffen. Mit Stichwunden  kamen sie ins Krankenhaus.


Bregenz - Hunderte Demonstranten sind im österreichischen Bregenz auf die Straße gegangen, um sich solidarisch mit den Kämpfern zu zeigen, die das syrische Kobane gegen die Dschihadistengruppe "Islamischer Staat" (IS) zu verteidigen versuchen. Dabei sind sie mit IS-Sympathisanten zusammengestoßen. Zwei Männer wurden schwer verletzt, als radikale Muslime sie angriffen.

Die Männer wurden mit Stichwunden im Bauchbereich ins Krankenhaus gebracht, wie die Polizei mitteilte. Nach der Attacke auf den Protestmarsch wurde die Kundgebung unter massiven Polizeischutz gestellt. Die rund 500 Teilnehmer der Kundgebung hatten der türkischen Regierung Unterstützung der Terrormiliz vorgeworfen.

Im schweizerischen Basel verlief eine ähnliche Demonstration mit rund 5000 Teilnehmern ohne Zwischenfälle. Auch in Deutschland hatten Kurden in den vergangenen Tagen mehrmals Kundgebungen organisiert und mehr Unterstützung im Kampf gegen die Islamisten gefordert. Bei den Demonstrationen kam es teilweise zu Zusammenstößen mit radikalislamischen Salafisten. Dabei wurden mindestens 23 Menschen verletzt. Eine Kundgebung in Düsseldorf mit mehr als 21.000 Demonstranten verlief am Samstag hingegen friedlich.

In Kobane kämpfen kurdische Milizen gegen IS-Anhänger, die die Stadt einnehmen wollen. Unterstützt werden die Kurden durch eine von den USA angeführte Koalition mit Luftangriffen auf IS-Stellungen. Auch am Samstag wurden aus Kobane heftige Kämpfe gemeldet

kha/AFP/dpa



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