Iranischer Tanker "Adrian Darya 1" Ziel Griechenland? Premier Mitsotakis widerspricht

Welchen Kurs nimmt die "Adrian Darya 1"? Der kürzlich festgesetzte iranische Öltanker hat Gibraltar verlassen, laut Griechenlands Premier Kyrikos Mitsotakis wird das Schiff sein Land aber nicht ansteuern.

"Adrian Darya 1": Ziel weiter unbekannt
Jon Nazca/ REUTERS

"Adrian Darya 1": Ziel weiter unbekannt


45 Tage dauerte der Nervenkrieg um die "Grace 1". Dann konnte das iranische Schiff unter dem neuen Namen "Adrian Darya 1" Gibraltar verlassen - und nahm Kurs auf den griechischen Hafen Kalamata. Das jedenfalls legten Schiff-Tracking-Daten nahe. (Mehr dazu lesen Sie hier.)

Griechenlands Regierungschef hat dem nun widersprochen. "Das Schiff ist nicht nach Griechenland unterwegs", sagte Kyriakos Mitsotakis dem französischen TV-Sender France 24. Man habe keine Anfrage bekommen, das Schiff in Griechenland anlegen zu lassen.

Griechischer Premier Mitsotakis: Keine Anfrage bekommen
Louisa GOULIAMAKI / AFP

Griechischer Premier Mitsotakis: Keine Anfrage bekommen

Die Regierung der britischen Exklave Gibraltar hatte die Festsetzung vergangene Woche aufgehoben. Ihrer Auskunft zufolge sicherte Iran zuvor zu, dass der Tanker das Öl nicht in Syrien entladen werde. Daraufhin kam es zu einem Gesuch der USA, das Schiff und seine Ladung zu beschlagnahmen. Gibraltar lehnte dies jedoch ab mit der Begründung, an EU-Recht gebunden zu sein.

Der umbenannte Tanker fährt nun unter iranischer Flagge. Er war am 4. Juli vor der Küste Gibraltars von der britischen Marine gestoppt worden. Grund war der Verdacht, dass er unter Verstoß gegen EU-Sanktionen Öl nach Syrien schmuggeln sollte. Iran bestreitet den Vorwurf.

Die USA sehen Verbindungen zwischen dem Tanker und den iranischen Revolutionsgarden, die von der Regierung in Washington als Terrororganisation eingestuft werden. Sie warnten Griechenland zuletzt ausdrücklich davor, das Schiff zu unterstützen.

asa

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