Lage im Irak USA wollen direkt mit Iran reden

Die prekäre Sicherheitslage im Irak zwingt Washington und Teheran, aufeinander zuzugehen. Erstmals haben die USA jetzt offiziell bestätigt, dass sie Irans Gesprächsangebot zur Situation im Irak annehmen wollen.


Washington - Sie sei sich sicher, dass sich Zalmay Khalilzad als US-Botschafter im Irak zu einem gegebenen Zeitpunkt mit einem iranischen Vertreter treffen werde, sagte US-Außenministerin Condoleezza Rice auf einer Pressekonferenz in Washington. Am Dienstag hatte Präsident George W. Bush erklärt, bei einem solchen Gespräch müsste Iran deutlich gemacht werden, dass das Schüren von Gewalt im benachbarten Irak inakzeptabel sei.

Iran hat sich vor gut einer Woche überraschend dazu bereit erklärt, mit den USA über die gespannte Lage im Irak zu sprechen. Ein Sprecher von US-Präsident George W. Bush sagte daraufhin, die USA seien grundsätzlich offen für ein solches Gespräch, solange darin der Atom-Streit mit der Islamischen Republik außen vor bleibe.

Die Regierung in Washington wirft Iran vor, Unruhen im benachbarten Irak zu schüren und nichts gegen das Eindringen von Rebellen zu unternehmen. Iran bestreitet dies. Die Regierungen in Washington und Teheran unterhalten seit Jahren keine diplomatischen Beziehungen zueinander.

har/rtr

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