Terror im Libanon Tote bei Selbstmordanschlägen

Im Osten des Libanons haben sich mehrere Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Mindestens fünf Menschen starben.

Soldaten der libanesischen Armee in Al-Kaa
REUTERS

Soldaten der libanesischen Armee in Al-Kaa


Eine Serie von Selbstmordanschlägen hat den Libanon erschüttert. Am Montagmorgen starben im Osten des Landes mindestens fünf Menschen. Es habe zudem 15 Verletzte bei den Explosionen in dem mehrheitlich christlichen Dorf Al-Kaa an der Grenze zu Syrien gegeben, sagte der Generalsekretär des libanesischen Roten Kreuzes, Georges Kettaneh.

Örtliche Medien berichteten von vier Selbstmordanschlägen im Abstand von zehn Minuten. Der erste Attentäter hat nach Angaben des Militärs an eine Tür geklopft, doch seien die Bewohner misstrauisch gewesen. Darauf habe er seinen Sprengsatz gezündet. Als sich weitere Bewohner am Anschlagsort versammelten, hätten die anderen Attentäter ihre Bomben gezündet.

Unklar ist, wer für die Anschläge verantwortlich ist. Der von der Schiitenmiliz Hisbollah betriebene TV-Kanal Al-Manar beschuldigte Anhänger der sunnitischen Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS). Diese hatte sich schon früher zu Anschlägen im Libanon bekannt.

Durch den Bürgerkrieg in Syrien sind auch im Libanon die Spannungen zwischen den verschiedenen Religionsgruppen gestiegen - immer wieder gibt es Anschläge und Gefechte.

Vor allem im Grenzgebiet kommt es zu Zusammenstößen zwischen der Armee und Extremisten. Kämpfer der Hisbollah sind in Syrien an der Seite der Regierung im Einsatz. Außerdem sind laut Uno mehr als eine Million Syrer in den Libanon geflohen.

heb/dpa/AFP



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