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12. Februar 2018, 13:22 Uhr

Ellen Johnson-Sirleaf

Liberias Ex-Präsidentin für gute Regierungsführung geehrt

Der Preis wird nur verliehen, wenn es einen wirklich würdigen Empfänger gibt: Nun gingen fünf Millionen Dollar für gute Regierungsführung in Afrika an Liberias Ellen Johnson-Sirleaf.

Liberias ehemalige Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf ist mit dem Mo-Ibrahim-Preis für gute Regierungsführung geehrt worden.

Nach dem Bürgerkrieg in dem westafrikanischen Land habe sie einen Prozess der Versöhnung in die Wege geleitet, der sich darauf konzentriert habe, eine Nation und ihre demokratischen Institutionen aufzubauen, sagte der Leiter des Preis-Komitees der Stiftung, Salim Ahmed Salim, am Montag. "Johnson-Sirleaf hat die Grundlage geschaffen, auf der Liberia nun aufbauen kann."

Johnson-Sirleaf kam 2006 an die Macht, nachdem ein 14 Jahre langer Bürgerkrieg 2003 beendet wurde. Für ihre Dienste um Befriedung und Versöhnung des Landes wurde sie 2011 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Fünf Millionen Dollar Preisgeld

Ihre Arbeit zum Wiederaufbau Liberias erlitt jedoch einen Rückschlag, als eine Ebola-Epidemie in Westafrika ausbrach, die mehr als 4800 Liberianer das Leben kostete. Nach zwei Amtszeiten trat die heute 79-Jährige bei der Wahl im vergangenen Jahr nicht mehr an. Der Ex-Weltfußballer George Weah hat das Amt übernommen.

Der vom sudanesischen Mobilfunk-Milliardär Mo Ibrahim vergebene Preis ist mit fünf Millionen Dollar (4,1 Millionen Euro) für zehn Jahre und danach 200.000 Dollar (163.000 Euro) für jedes Lebensjahr dotiert.

Kriterien für die Vergabe sind vor allem gute Regierungsführung und das freiwillige Ausscheiden aus dem Amt nach Ablauf der von der Verfassung vorgesehenen Regierungszeit. Der Preis wurde vor elf Jahren ausgerufen, seitdem aber nur fünf Mal vergeben - etwa an Namibias ehemaligen Präsidenten Hifikepunye Pohamba.

cht/dpa

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