Libyen Unbekannte feuern Granate auf Konvoi des britischen Botschafters

Anschlag auf den britischen Botschafter: In der libyschen Hafenstadt Bengasi haben Unbekannte den Autokonvoi des Diplomaten mit einer Granate beschossen. Zwei Leibwächter des Gesandten wurden verletzt.
Beschädigte Windschutzscheibe vor britischem Konsulat in Bengasi: Zwei Verletzte

Beschädigte Windschutzscheibe vor britischem Konsulat in Bengasi: Zwei Verletzte

Foto: ESAM OMRAN AL-FETORI/ REUTERS

Bengasi - Der Angriff geschah nur wenige Meter vom Konsulatsgebäude entfernt: Ein Konvoi der britischen Vertretung ist in der ostlibyschen Hafenstadt Bengasi von einer Granate getroffen worden. Wie die Botschaft in der Hauptstadt Tripolis bestätigte, wurde am Nachmittag ein Fahrzeug des britischen Konvois getroffen. Zwei Sicherheitsmitarbeiter seien verletzt worden.

Über den Ort des Anschlags gibt es unterschiedliche Angaben: Laut dem libyschen Vize-Innenminister Unis al-Scharef war der britische Botschafter gerade auf dem Weg zum Bildungsministerium, als auf den Konvoi geschossen wurde. Demgegenüber gaben lokale Sicherheitsbeamte an, der Botschafter sei gerade auf dem Rückweg von einem Restaurant nahe des Konsulats gewesen, wo er und seine Mitarbeiter zu Mittag gegessen hätten.

Ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP sah ein gepanzertes Fahrzeug mit Diplomatenkennzeichen, das vor dem britischen Konsulat in Bengasi geparkt war. Auf dem vorderen Beifahrersitz war Blut zu sehen; die beiden verletzten Leibwächter befänden sich in medizinischer Behandlung, teilte die Botschaft in Tripolis mit. Lokale Sicherheitsbeamte sprachen von leichten Verletzungen.

Erst vor knapp einer Woche war die US-Botschaft in Bengasi Ziel eines Bombenanschlags. Einen Tag zuvor hatte die Regierung in Washington bekanntgegeben, den Vizechef des Terrornetzwerks al-Qaida, Abu Jahja al-Libi, durch einen Drohnenangriff in Pakistan getötet zu haben.

fdi/AFP/Reuters
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.