Live-Ticker zu Mumbai Englands Außenminister Miliband verurteilt Attacke

Kein Ende der Anschläge in Mumbai: Noch sind etliche Geiseln in der Hand der Terroristen, mindestens 125 Menschen starben seit Mittwochabend in der indischen Metropole. SPIEGEL ONLINE gibt einen Überblick über die Ereignisse.

+++Englands Außenminister Miliband verurteilt Attacke +++

[17:38] Englands Außenminister David Miliband hat bestätigt, dass unter den Toten auch ein britischer Staatsbürger ist. Miliband sprach von einem "kaltschnäuzigen und unmenschlichen" Angriff und "einer Attacke auf uns alle".

+++15 Franzosen unten den Geiseln im Oberoi-Trident +++

[17:28] Einem französischen Offiziellen zufolge befinden sich 15 Franzosen unter den noch nicht befreiten Geiseln im Oberoi-Trident-Hotel. Offensichtlich handelt es sich um Air France-Angestellte. Auch 14 Südafrikaner und sechs Kanadier sind laut Medienangaben noch unter den Geiseln.

+++Stürmung des Nariman-Gebäudes zeichnet sich ab +++

[17:00] Die Umgebung des Nariman Gebäudes, in dem immer noch eine jüdische Familie in den Händen der Terroristen ist, wurde laut "Guardian" evakuiert. Offenbar steht eine Stürmung durch indische Sicherheitskräfte bevor.

+++Schicksal der Geiseln im Oberoi-Trident unklar +++

[16:55] Das Schicksal der Geiseln im Oberoi-Trident-Hotel ist unklar: Laut "Guardian" konnten bisher 39 Menschen evakuiert werden, aber das scheinen nicht alle zu sein. Ein indischer Fernsehsender berichtet, zuletzt seien erneut eine Explosion und Schüsse zu hören gewesen.

+++Alle sieben EU-Parlamentarier in Sicherheit+++

[16:47] Eine Delegation von sieben Abgeordneten des Europaparlaments, die im "Taj Mahal"-Hotel in Bombay den Terrorüberfall erlebte, befindet sich in Sicherheit. Dies sagte der Karlsruher Europaabgeordnete Daniel Caspary (CDU) am Donnerstag telefonisch der dpa. Die Abgeordneten sowie sechs Mitarbeiter befanden sich am Abend im französischen Konsulat in der indischen Stadt. Frankreich führt derzeit den EU- Ratsvorsitz.

+++Polizei spricht von mindesten 125 Toten+++

[16:43] Bei der Angriffsserie auf mehrere Ziele in der indischen Metropole Bombay sind nach Polizeiangaben vom Donnerstag mehr als 125 Menschen getötet worden. Bisher war von mindestens hundert Todesopfern und knapp 300 Verletzten die Rede gewesen. Laut AP sind 14 Polizisten unter den Toten.

+++Obama droht Terroristen+++

[16:30] Der designierte US-Präsident Barack Obama hat die Anschläge verurteilt und die engen Bande seines Landes zu Indien betont. Man werde gemeinsam "die Terroristen-Netzwerke zerstören und ausrotten", erklärte Obama.

+++Kämpfe halten laut BBC an+++

[16:18] Ein BBC-Reporter berichtet, entgegen den Behörden-Angaben seien immer noch Geiseln im Taj Mahal Hotel. "Ich sah eine Frau, die verzweifelt versuchte, das Fenster ihres Zimmers zu öffnen, dann aber aufgab", sagte er. "Mumbai geht in eine zweite Krisen-Nacht mit zwei brennenden Top-Hotels." In den letzten Minuten seien aus dem historischen Teil des Taj Mahal Hotels wieder Schusswechsel zu hören. "Offensichtlich hält der Kampf zwischen den Sicherheitsleuten und den Terroristen an."

+++Fünf Hotel-Angestellte starben im Oberoi-Hotel+++

[16:11] Laut SS Mukherjee, Vize-Chef des Oberoi-Trident-Hotels, sind fünf seiner Angestellten von Terroristen getötet worden - das berichtet die BBC. Mukherjee sagte demnach dem indischen TV-Sender NDTV, dass noch rund 200 Menschen in dem Gebäude seien.

+++Einige jüdische Geiseln sind laut "Guardian" frei+++

[16:01] Die englische Zeitung "Guardian" zitiert eine indische Quelle, laut der es Neuigkeiten zu der festgehaltenen jüdischen Familie in dem Nariman Gebäude gibt. "Drei Menschen sind aus dem Gebäude gekommen. Es ist davon auszugehen, dass sich weitere Bewohner noch darin befinden."

+++Weitere Explosion im Taj Mahal Hotel+++

[15:45] Eine weitere Explosion ist laut "Guardian" aus dem Taj Mahal Hotel zu hören. Die Polizei hatte zuvor berichtet, die Lage sei unter Kontrolle.

+++Feuer im Luxushotel Trident ausgebrochen+++

[15:25] Im Luxushotel Oberoi-Trident in Mumbai ist ein Feuer ausgebrochen. Wie ein AFP-Reporter aus Bombay berichtete, schlugen hohe Flammen aus Fenstern in einem der oberen Stockwerke. Zudem fielen fortwährend Schüsse.

+++AA verschärft Sicherheitshinweise für Indien+++

[15:20] Das Auswärtige Amt hat seine Sicherheitshinweise für Indien verschärft. Von Reisen nach Mumbai wird nun "bis auf weiteres abgeraten". Wer schon in der Metropole sei, sollte sich "in geschlossenen Räumen aufhalten, bis die lokalen Behörden die Lage für ausreichend sicher halten", empfiehlt das Ministerium in Berlin auf seiner Internet-Seite.

Papst fordert "Ende aller Terrorakte"

+++Papst fordert "Ende aller Terrorakte"+++

[15:15] Papst Benedikt XVI. hat nach den Anschlägen in Mumbai in einem dringenden Appell ein "Ende aller Terrorakte" gefordert. Der Terrorismus treffe die Menschheit schwer und untergrabe massiv den Frieden, heißt es in einer am Donnerstag in Rom veröffentlichten Botschaft des katholischen Kirchenoberhaupts an den Erzbischof von Mumbai, Kardinal Oswald Gracias. Er sei tief besorgt und von Schmerz erfüllt angesichts der Explosion der Gewalt in der indischen Metropole. Benedikt drückte den Familien der Opfer seine Anteilnahme aus.

+++Lufthansa fliegt ab Freitag wieder Mumbai an+++

[14:45] Die Lufthansa fliegt Mumbai ab Freitag wieder an - das teilte das Unternehmen in Frankfurt mit. Am Donnerstag hatte die Lufthansa ihre beiden Flüge in die indische Metropole von Frankfurt und München aus ersatzlos gestrichen. Passagiere können Mumbai-Tickets bis zum 1. Dezember allerdings kostenlos stornieren oder auf andere indische Ziele umbuchen lassen. Die am Mittwochabend wegen der Anschläge nach Neu-Delhi umgeleitete Maschine werde im Laufe des Donnerstags über Mumbai nach Frankfurt zurückfliegen, hieß es. Sie soll Fluggäste und Crewmitglieder nach Deutschland zurückbringen.

+++Großbritannien schickt Anti-Terror-Experten+++

[14:40] Großbritannien wird Anti-Terror-Experten der britischen Polizei nach Indien schicken. Man werde alles tun, um die indische Regierung im Kampf gegen den Terror zu unterstützen, sagte Premier Gordon Brown am Donnerstag in London. Bislang sei noch nicht sicher geklärt, ob auch britische Staatsbürger bei den Anschlägen getötet wurden. Auf jeden Fall befänden sich Briten unter den mehr als 300 Verletzten.

+++Augenzeuge: "Es wird immer noch geschossen+++

[14:11] In der Umgebung der von Terroristen überfallenen Hotels in Mumbai wird immer noch geschossen. Ein Augenzeuge, der ganz in der Nähe des Hotels Oberoi in Sicherheit gebracht wurde, sagte der Deutschen Presse-Agentur dpa, es sei regelmäßig Gewehrfeuer zu hören. Die indische Regierung habe Militäreinheiten entsandt.

+++Bis zu 200 Geiseln noch in Terroristenhand+++

[14:04] Die Besetzer des Oberoi-Trident-Hotels halten nach Regierungsangaben möglicherweise noch 20 bis 30 Menschen in ihrer Gewalt. "Genaue Zahlen gibt es nicht", sagte Sicherheitsstaatssekretär M.L. Kumawat vor Journalisten am Donnerstag. Die ersten vier Stockwerke und die achte bis 21. Etage seien bislang von der Polizei durchkämmt worden. Andere Quellen berichten von bis zu 200 Geiseln, die noch in Terroristenhand sind.

+++ Geiselnehmer wollen verhandeln+++

[13.35] Die Geiselnehmer vom Mumbai haben die indische Regierung zu Verhandlungen aufgefordert. "Bitten Sie die Regierung um Gespräche mit uns, dann werden wir die Geiseln freilassen", sagte einer der Besetzer eines jüdischen Zentrums am Donnerstag im indischen Fernsehen. Der Mann warf der indischen Armee vor, in der strittigen Region Kaschmir viele Muslime zu töten. Bei den gezielten Angriffen auf Hotels, Restaurants, Krankenhäuser und einen Bahnhof wurden nach Angaben der Polizei mindestens 100 Menschen getötet, darunter auch ein Deutscher. Die Lage in der größten indischen Stadt war auch einen Tag nach Beginn der Anschlagsserie unübersichtlich. Die Sicherheitskräfte waren noch immer in Kämpfe mit dem Islamisten verwickelt.

flo/dpa/AFP/Reuters/AP/ddp

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