Lobbyisten Neun Millionen Dollar für Treffen mit Bush

Neun Millionen Dollar für einen Termin bei George W. Bush. Diese Summe hat ein amerikanischer Lobbyist von Gabuns Staatschef Omar Bongo für ein Treffen mit dem US-Präsidenten gefordert.


Washington - Der Lobbyist Jack Abramoff habe dem afrikanischen Politiker im Jahre 2003 das Angebot unterbreitet, für neun Millionen Dollar ein Meeting mit Bush zu arrangieren, berichtet die "New York Times".

Im Mai des nächsten Jahres kam es dann tatsächlich zu einem Treffen von Bongo mit Bush im Oval Office in Washington. Es gebe aber keine Hinweise, dass der Lobbyist etwas mit dem Termin im Weißen Haus zu tun habe, berichtet die Zeitung. Ein Sprecher der US-Regierung sagte, zu dem Treffen zwischen den beiden Politikern sei aus normalen politischem Weg gekommen. Aus Gabun bekam das Blatt keine Antwort auf eine Anfrage.

Abramoff habe seine Offerte im Sommer 2003 unterbreitet. Der Betrag für das Treffen mit Bush solle an ein kleines Unternehmen mit Sitz im US-Bundesstaat Maryland überwiesen werden.

Abramoff, der den Republikanern nahe steht und der Bush-Partei früher auch Wahlkampfspenden besorgte, war einst einer der einflussreichsten Lobbyisten in Washington. Er wurde im September jedoch wegen Korruption angeklagt.



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