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21. März 2019, 15:53 Uhr

Lockerbie-Attentat

Mutmaßliche frühere Stasi-Mitarbeiter werden vernommen

Vor mehr als 30 Jahren kamen bei dem Lockerbie-Anschlag 270 Menschen ums Leben. Nun prüfen die Ermittler, ob die Stasi an der Explosion der Pan-Am-Maschine beteiligt waren.

Auch Jahrzehnte nach dem Flugzeug-Attentat von Lockerbie 1988 sind noch viele Fragen offen. Die schottischen Ermittler folgen nun einer Spur, die zur Stasi führt. Unter anderem in Berlin werden mehrere mutmaßliche frühere Mitarbeiter der DDR-Staatssicherheit vernommen. Es lägen entsprechende Rechtshilfeersuchen aus Schottland zur Aufklärung der Hintergründe vor, teilte die Berliner Generalstaatsanwaltschaft mit. Nähere Einzelheiten könnten nicht mitgeteilt werden.

Am 21. Dezember 1988 war eine Pan-Am-Maschine mit 259 Menschen an Bord über Lockerbie explodiert. Am Boden wurden elf weitere Menschen getötet. Libyen übernahm 2003 die Verantwortung für den Anschlag und zahlte eine milliardenhohe Entschädigung an die Hinterbliebenen der Opfer.

Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf schottische und deutsche Staatsanwälte berichtet, Schottlands Generalstaatsanwältin Alison di Rollo habe für neue Ermittlungen in dem Fall um die Vernehmung von etwa 20 ehemaligen Stasi-Offizieren ersucht. Demnach soll geklärt werden, ob und wie weit die Stasi in die Anschlagspläne verstrickt gewesen sei.

Dem Bericht zufolge richteten die schottischen Ermittler nicht nur nach Berlin Amtshilfeersuchen, sondern auch nach Brandenburg. Die Staatsanwaltschaften Potsdam, Neuruppin, Frankfurt an der Oder und Cottbus hätten die Vernehmungen bestätigt, schrieb die Zeitung. Mindestens eine Befragung habe es zudem in Sachsen gegeben.

Im Video: Lockerbie-Attentat - Akte geschlossen

asc/dpa/AFP

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