Reaktionen "Morgen früh wird das Parlament zusammentreten wie immer"

Die britische Hauptstadt ist nach den Terrorattacken geschockt. Aus Deutschland und aller Welt trafen bereits Botschaften der Solidarität und Unterstützung ein. Premierministerin May gibt sich kämpferisch.

Theresa May vor Nr. 10 Downing Street
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Theresa May vor Nr. 10 Downing Street


Der schnelle Überblick

Die britische Premierministerin Theresa May bestellte unmittelbar nach dem Angriff in London das Sicherheitskabinett ein. "Unsere Gedanken sind bei denen, die ums Leben kamen und die bei diesem schrecklichen Ereignis verletzt worden sind, und bei ihren Familien", sagte sie. Den Anschlag verurteile May als "krank und verkommen". Die Menschen in Großbritannien würden Terror niemals nachgeben, das Leben werde wie gewohnt weitergehen. "Morgen früh wird das Parlament zusammentreten wie immer", so May. Die Terrorwarnstufe werde nicht erhöht. In Großbritannien gilt seit Längerem die zweithöchste Warnstufe 4.

Politiker und Staatsoberhäupter haben sich zu den Angriffen im Londoner Regierungsviertel geäußert. Die Reaktionen:

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier: "Die Nachrichten über den mörderischen Angriff in London erschüttern mich. In diesen Stunden sind wir Deutsche dem britischen Volk in besonderer Weise verbunden." Er sei in Gedanken bei den Opfern und Verletzten von London "und bei denen, die um einen nahen Menschen trauern oder fürchten. Ihnen gilt unser ganzes Mitgefühl."

Bundeskanzlerin Angela Merkel: "Auch wenn der Hintergrund dieser Taten noch präzise aufzuklären ist, bekräftige ich für Deutschland und seine Bürger: Im Kampf gegen jede Form von Terrorismus stehen wir fest und entschlossen an der Seite Großbritanniens. Ich denke in diesen Stunden in Anteilnahme und Solidarität an unsere britischen Freunde und an alle Menschen in London."

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hat den mutmaßlichen Terroranschlag in London als Angriff auf das "Herz der Demokratie" bezeichnet. "Es ist wahrscheinlich kein Zufall, dass dieses Attentat unter anderem in der Nähe des britischen Parlaments ausgeführt wurde", sagte er am Mittwoch bei einem Treffen mit dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras in Athen. Es sei ein "Anschlag gegen uns alle". Auch Tsipras versicherte den Briten seine Solidarität.

Der deutsche Regierungssprecher Steffen Seibert erklärt per Twitter: "Unsere Gedanken sind bei unseren britischen Freunden." Er hoffe, dass alle Verletzten wieder völlig gesund würden.

US-Präsident Donald Trump hat nach der mutmaßlichen Terrorattacke in London mit Premierministerin Theresa May telefoniert und ihr volle Unterstützung zugesagt, um die Verantwortlichen vor Gericht zu bringen. Zudem sprach er sein Beileid aus und lobte die schnellen Reaktionen der Einsatzkräfte und Ersthelfer. Wie der Sprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer, weiter sagte, lässt sich Trump über die Ereignisse und Ermittlungen auf dem Laufenden halten.

US-Außenminister Rex Tillerson sagte: "Wir verurteilen diese schrecklichen Gewaltakte. Egal, ob sie von Terroristen oder verwirrten Einzeltätern ausgeführt werden, für die Opfer macht das keinen Unterschied."

Bei dem als Terrorangriff eingestuften Vorfall in London sind auch französische Schüler verletzt worden. Präsident François Hollande erklärte, der Terrorismus betreffe alle EU-Staaten. "Wir müssen uns auf europäischer Ebene besser organisieren", forderte er. Er sprach der britischen Bevölkerung und Premierministerin May die Unterstützung Frankreichs zu.

Der Bürgermeister von London, Sadiq Khan, sagte: "Es hat am Nachmittag einen ernsthaften Vorfall in der Nähe des Parliament Square gegeben, der als Terroranschlag behandelt wird, bis die Polizei anderes weiß. Ich habe mit dem zuständigen Kommissar gesprochen, die Polizei ermittelt auf Hochdruck. Meine Gedanken sind bei den Betroffenen und ihren Familien." Auch er bedankte sich bei der Polizei und den Rettungsdiensten, "die so hart arbeiten, damit wir in Sicherheit sind und in außergewöhnlich schwierigen Umständen eine enorme Tapferkeit zeigen". Und eines sagte Londons Bürgermeister in einem Video auf Twitter ganz deutlich: "London wird sich niemals von Terrorismus einschüchtern lassen."

Justin Trudeau, Premierminister Kanadas, schrieb auf Twitter: "Unsere Gedanken sind bei den Opfer der heutigen Attacke in London und ihren Familien. Kanadier bleiben eng mit den Bürgern des Vereinigten Königreichs verbunden."

Auch in Australien ist die Betroffenheit nach dem Anschlag groß. Bill Shorten, Vorsitzender der Labor-Partei und Oppositionsführer, twitterte: "Dieses schockierende Verbrechen, das darauf abzielte, Großbritannien zu schwächen, wird das Land nur stärker machen. Alle Australier sind heute an der Seite Großbritanniens."

pad/koe/dpa/Reuters



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