London Spezialeinheit nimmt Terrorverdächtige fest

Am Londoner Flughafen Luton haben britische Terrorbekämpfer eine 25-Jährige festgenommen. Die junge Frau reiste aus Istanbul nach England. Die Polizei hat sie im Verdacht, Anschläge geplant zu haben.

Londoner Flughafen Luton (Archivbild): 25-Jährige unter Terrorverdacht
Getty Images/ Barcroft Media

Londoner Flughafen Luton (Archivbild): 25-Jährige unter Terrorverdacht


London - Britische Spezialkräfte zur Terrorbekämpfung haben am Mittwoch eine 25-Jährige am Londoner Flughafen Luton festgenommen. Die Frau wohnt im Norden Londons und war am Vormittag mit einem Flug aus Istanbul eingereist. Sie steht unter Verdacht, Anschläge "im Zusammenhang mit Syrien" vorbereitet zu haben, wie die Polizei mitteilte.

Die britische Armee beteiligt sich an Luftangriffen gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS). In den vergangenen Tagen flogen die USA und ihre Verbündeten mehrere Luftschläge gegen die Stellungen des IS in Syrien.

Im August hatte Großbritannien erstmals seit 2011 seine Terrorwarnung auf die zweithöchste Stufe "ernsthaft" angehoben. Derzeit sei die Gefahr eines Terroranschlags im Königreich nach Ansicht der Regierung so groß wie nie zuvor - mehr als 500 Briten seien in den Irak und nach Syrien gereist, um sich dem IS anzuschließen.

Um Terroranschläge zu verhindern, plant die Regierung von Premierminister David Cameron zusätzliche Maßnahmen: Terrorverdächtige sollen künftig innerhalb Großbritanniens zum Umzug gezwungen werden können. Die britischen Grenzbehörden sollen Pässe von Briten und Ausländern für bis zu 30 Tage einziehen dürfen, wenn der Verdacht besteht, dass sie sich dem IS in Syrien oder im Irak anschließen wollen.

Mitte Dezember wurde in Großbritannien gegen vier Terrorverdächtige Anklage erhoben, nachdem die 28- bis 43-Jährigen in London und Dover zusammen mit zwei weiteren Verdächtigen von der Polizei festgenommen worden waren. Sie standen möglicherweise kurz davor, einen Anschlag zu verüben.

In Deutschland wurden im September drei Männer nach ihrer Rückkehr aus Kenia am Frankfurter Flughafen wegen Terrorverdachts festgenommen. Sie sollen der radikalislamischen Miliz al-Schabab angehören. Laut Behördenangaben hat es jedoch keine Hinweise auf konkrete Anschlagspläne in Deutschland gegeben.

cst/dpa

insgesamt 5 Beiträge
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demokroete 31.12.2014
1. Normalerweise werden solche Leute gar nicht festgenommen,
sondern mittels ferngesteuerter Flugroboter 'neutralisiert'. Verdacht genügt.
Juergen_Spaeth 31.12.2014
2. @demokroete
Sehr guter Kommentar. Bei Ihnen ist Willkommenskultur reichlich vorhanden. Daher schlage ich vor, diese Terrorverdächtigen nicht festzunehmen, sondern bei Ihnen einzuquartieren. Dann kommt nämlich zusammen, was zusammengehört. Und Sie selbst brauchen ja nichts zu befürchten, denn es sind ja alle unverdächtig.
Loddarithmus 31.12.2014
3. Was bedeutet das?
"Terrorverdächtige sollen künftig innerhalb Großbritanniens zum Umzug gezwungen werden können." Vom Erdgeschoss in den 1. Stock, in die Slums der Stadt, auf's platte Land oder gar auf die Falklands?
norman.schnalzger 31.12.2014
4. Gibt's auch Beweise
für den Verdacht, oder etwa so belastbare wie für die Jungs in Guantanamo?
kinngrimm 01.01.2015
5.
+ Zwangsumzug + Paß einbehalten + die Rechte die bereits eingeschränkte wurden. Ich hoffe nur das, wenn die jemanden als Terroristen bezeichnen, diejenigen das dann auch wirklich sind. Andernfalls wird hier eine mögliche Willkür zugelassen, wenn nicht gefördert, die sehr starke negative Auswirkung haben könnte. Es geht nicht nur um ein Recht, sondern mehr und mehr rechte die Eingeschränkt werden und das Ganze ist manchmal halt doch größer wie die Summe der Dinge.
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