Luftschlag Zehn Tote bei US-Angriff auf irakisches Dorf

Die US-Luftwaffe hat bei einem Angriff auf ein Dorf im Nordirak zehn Menschen getötet. US-Angaben zufolge soll es sich um mutmaßliche Bombenleger gehandelt haben.


Bagdad - Der Vorfall habe sich am Dienstag in der Nähe der 50 Kilometer südwestlich von Kirkuk gelegenen Ortschaft Hauidscha ereignet, teilte das US-Militär heute mit. Auf einem Routineflug hätten die Piloten an einer Hauptstraße Männer beim Eingraben von Bomben beobachtet. Diese seien nach ihrer Entdeckung mit zwei Autos in das Dorf geflüchtet. Daraufhin hätten die Piloten zwei lasergesteuerte 225-Kilogramm-Bomben abgeworfen. Die beiden Autos seien zerstört worden, der Schaden an den umliegenden Gebäuden sei gering gewesen, erklärte die US-Armee.

US-Soldaten seien später in den Ort eingerückt und hätten Waffen, ein Maschinengewehr und Ausrüstung zur Herstellung von Bomben sichergestellt. Auch an der Stelle, wo die Männer zuerst entdeckt worden seien, hätten die Soldaten einen Sprengsatz gefunden.

Bei einem Selbstmordanschlag in Bagdad wurden heute sechs irakische Polizisten getötet. Weitere fünf Menschen wurden verletzt, als sich der Attentäter nahe eines Gebäudes des irakischen Innenministeriums in die Luft sprengte, teilte die Polizei mit. In Saklawija, 70 Kilometer westlich von Bagdad, wurde in der Nacht zum Donnerstag der örtliche Polizeichef lebensgefährlich am Kopf verletzt, als Unbekannte sein Fahrzeug beschossen.

Nach Angaben der irakischen Armee erschossen Soldaten zwei Aufständische, als sie südlich von Bagdad eine Armeepatrouille angriffen.



© SPIEGEL ONLINE 2005
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.