Katastrophe von Smolensk Luftwaffenchef war bei Flugzeugabsturz im Cockpit

Polens Staatschef Kaczynski starb im April 2010 bei einem Absturz in Russland. Die Blackbox des Flugzeuges wurde erneut ausgewertet. Ein umstrittener Punkt scheint damit geklärt.

Absturzstelle im April 2010: Luftwaffenchef war offenbar im Cockpit
REUTERS

Absturzstelle im April 2010: Luftwaffenchef war offenbar im Cockpit


Fünf Jahre nach dem Absturz der polnischen Präsidentenmaschine über dem russischen Smolensk gibt es neue Erkenntnisse zum Unglück: Die Ermittler gehen Medienberichten zufolge davon aus, dass der damalige Luftwaffenchef im Cockpit war.

In einer neuen Abschrift der Blackbox sei ein Teil der Gespräche dem General Andrzej Blasik zugeordnet worden, der sich demzufolge bis zuletzt im Cockpit befand. Das berichtete der Rundfunksender RMF, der die Gesprächsabschrift am Dienstag auf seiner Webseite veröffentlichte.

Zuvor hatte die ermittelnde Militärstaatsanwaltschaft bereits mitgeteilt, dass nach neuen Analysen von einer "dritten Persone" im Cockpit ausgegangen werde.

Fehler der Piloten werden als Unglücksursache vermutet

Bei dem Absturz der Tupolew TU-154 am 10. April 2010 waren 96 Menschen ums Leben gekommen, darunter der damalige polnische Präsident Lech Kaczynski und zahlreiche Vertreter der politischen und militärischen Elite.

Im offiziellen Untersuchungsbericht werden Pilotenfehler als Unglücksursache vermutet. Schon bald nach dem Absturz wurde diskutiert, ob auf die Piloten Druck ausgeübt wurde, trotz schlechter Wetterbedingungen im Nebel in Smolensk zu landen.

Das Unglück ist bis heute nicht vollständig aufgeklärt und brachte etliche Verschwörungstheorien hervor. Ende März hatte die polnische Justiz bekannt gegeben, das Verfahren neu aufzurollen. Zwei Offiziere der russischen Luftraumüberwachung sollen sich wegen der Katastrophe vor Gericht verantworten.

sas/dpa

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auweia 07.04.2015
1. Da war doch noch was...
Ist es eigentlich sonst noch jemand aufgefallen, dass die Meldung der niederländischen Untersuchungsbehörden zu den Hintergründen des MH17 Abschusses vom 19. März http://www.rtlnieuws.nl/nieuws/buitenland/evidence-proving-flight-mh-17-was-taken-down-buk-missile nicht den erwarteten "Troll-Sturm" nach sich zog? In der Woche danach danach stürzte 4U9525 in Frankreich ab. Die BBC griff das kurz danach auf und zeigte auch das Video, in dem nach Zeugen für die Bewegung der betreffenden BUK-Einheit gesucht wird. http://www.bbc.com/news/world-europe-32120644 Vielleicht kommt man demnächst wieder auf diese Untersuchung zu sprechen.
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