Machtkampf in der US-Schuldenkrise Der Billionenpoker der Republikaner

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Michele Bachmann


Tea-Party-Ikone Michele Bachmann: "Auf keinen Fall"
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Tea-Party-Ikone Michele Bachmann: "Auf keinen Fall"

Für Michele Bachmann und ihre Freunde von der Tea Party ist die Sache klar: Demokraten können grundsätzlich nicht mit Geld umgehen - damit ist Präsident Barack Obama keiner, dem sie in Budget-Fragen über den Weg trauen dürfen. Bachmann, republikanische Abgeordnete aus dem Bundesstaat Minnesota, sitzt mit dieser Haltung so tief im ideologischen Graben, dass ein Kompromiss mit dem Präsidenten unmöglich erscheint.

"Wir werden die Schuldengrenze auf keinen Fall erhöhen", sagt Bachmann, die unlängst ihre Kandidatur für die republikanischen Präsidentschaftsvorwahlen ankündigte. Nur die Ausgaben im sozialen Bereich stehen für sie zur Disposition: Kürzen, kürzen, kürzen - etwas anderes kommt nicht in Frage. Sätze wie diese haben Bachmann - neben Sarah Palin - zur Hoffnung der Tea-Party-Leute innerhalb der Republikaner gemacht. Gleichzeitig sorgen Bachmann und Co. bislang dafür, dass Partei-Pragmatiker wie Boehner mit ihren Angeboten an Obama keine Chance haben.

Die neue Tea-Party-Ikone Bachmann glaubt offenbar weiterhin an die Erpressungsmacht des radikalen Republikaner-Flügels. Ihr Motto: Hauptsache, standhaft bleiben.

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