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Kolumbien Magazin veröffentlicht Video der entführten Deutschen

Sie machen ein Picknick und erzählen von ihrer Weltreise: Ein kolumbianisches Magazin hat ein Video veröffentlicht, das die beiden gekidnappten Deutschen zeigen soll. Die Bilder sind der Zeitschrift zufolge einige Wochen vor der Entführung der Rentner entstanden.

Bogotá - In Kolumbien sind Fotos und ein Video aufgetaucht, die mutmaßlich die beiden entführten deutschen Rentner zeigen. Die Zeitschrift "Semana" veröffentlichte die Bilder auf ihrer Internetseite . Die Bilder sind dem Bericht zufolge einige Wochen vor der Entführung der beiden Männer entstanden. Nationale und internationale Behörden hätten die Echtheit attestiert. Das Auswärtige Amt hatte am Dienstag bestätigt, dass zwei deutsche Touristen in Kolumbien verschleppt worden sind.

Das Video und die Fotos zeigen zwei ältere Männer beim Picknick neben einem grünen Geländewagen. In dem Video berichten sie über die Weltreise, auf der sich sich seit rund anderthalb Jahren befinden. Von Europa seien sie mit ihrem Auto über Asien und Australien nach Südamerika gereist. In Kolumbien waren sie demnach seit Mitte Oktober unterwegs.

Die kolumbianische Guerillagruppe Nationale Befreiungsarmee (ELN) hatte sich zu der Entführung bekannt und behauptet, bei den beiden Männern handele es sich um Geheimagenten. Sie seien bereits vor mehreren Wochen in der Region Catatumbo im Nordosten des Landes nahe der venezolanischen Grenze aufgegriffen worden und hätten seitdem "ihren Aufenthalt in dem Gebiet nicht erklären" können.

Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos sagte, der Aufenthaltsort der beiden Geiseln sei den Behörden bekannt, es werde jedoch keine Militäraktion zu deren Befreiung geben, um das Leben der beiden Deutschen nicht zu gefährden. Zuvor hatte er die Entführer aufgerufen, die Geiseln freizulassen: "Wer soll denn glauben, dass zwei Deutsche hier in Kolumbien spionieren?"

Die ELN verfügt über etwa 2500 Kämpfer und ist damit die zweitgrößte in dem Land agierende Guerillaarmee. Sie bekannte sich auch zur Entführung von fünf Mitarbeitern einer Bergbaugesellschaft vor rund zwei Wochen, darunter ein Kanadier und zwei Peruaner.

fdi/AFP
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