Opfer von MH17-Abschuss in der Ukraine Zug mit Leichen fährt aus Separatistengebiet

Der Zug voller Leichen aus dem MH17-Flieger rollt Richtung Charkiw. Damit wären die Toten nicht mehr unter Kontrolle der prorussischen Miliz. Die Separatisten versprechen, die Blackbox in wenigen Stunden auszuhändigen.

AP

Donezk - Es war eine zentrale Forderung der internationalen Experten am Unglücksort, nun scheint sie erfüllt zu werden: Der Zug mit den Leichen der Opfer von Unglücksflug MH17 in der Ukraine wird aus der von prorussischen Separatisten kontrollierten Ortschaft Tores gefahren. Ukrainische Behördenvertreter sagten, die Opfer sollten nach Charkiw gebracht werden, damit die rund 280 Leichen dort von internationalen Ermittlern untersucht werden können. Charkiw steht unter Kontrolle der ukrainischen Regierung.

Die Milizen hatten einen Großteil der Opfer des Flugzeugabschusses in den gekühlten Zug gebracht. Die Ukraine und die USA kritisierten die Separatisten dafür, internationalen Ermittlern keinen Zugang zu gewähren. Erst am Montag durfte eine internationale Expertenkommission um niederländische Ermittler mit der ersten Untersuchung der Toten beginnen und die Kühlwaggons des Zuges öffnen.

Nach den Untersuchungen in Charkiw könnten die Leichen aus dem Malaysia-Airlines-Flieger offenbar an die Niederlande übergeben werden. Der malaysische Regierungschef Najib Razak sagte in Kuala Lumpur, der Rebellenchef Alexander Borodai habe ihm dies zugesichert.

Zudem habe ihm Borodai versprochen, die Blackboxes des Flugzeugs an Malaysia auszuhändigen, sagte Razak. Die Separatisten selbst teilten mit, die Geräte noch am Montag übergeben zu wollen.

Razak sagte weiter, er habe von dem selbst ernannten Ministerpräsidenten der Separatistenregion auch die Zusicherung erhalten, dass internationalen Ermittlern ein "sicherer Zugang" zur Absturzstelle des Flugzeugs garantiert werde. Die ukrainische Armee und Milizen liefern sich auch nach dem Abschuss der malaysischen Boeing schwere Gefechte in der Ostukraine. Dabei schienen Kiew-treue Kräfte am Montag Geländegewinne zu machen.

Besonders heftig waren die Gefechte in der Großstadt Donezk. Nach intensivem Artilleriebeschuss stand schwarzer Rauch über dem Bahnhof. Auch am stillgelegten internationalen Flughafen kam es zu Schusswechseln. "Die Situation ist sehr schwierig", sagte Andrej Purgin, der Vizeregierungschef der nicht anerkannten Volksrepublik Donezk, in russischen Medien. Er sprach von Dutzenden Toten unter der Zivilbevölkerung.

Für eine Zone von 40 Kilometer im Umkreis um die Absturzstelle bei dem Ort Hrabowe verkündete der ukrainische Präsident Petro Poroschenko indes eine Feuerpause.

kes/AFP/dpa

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vogelmann01 21.07.2014
1. Die Abteilung Propaganda
Es ist doch klar warum solche Informationen hier erst später gezeigt werden. Alles muss nach Verzögerung aussehen, damit Putin dafür die Schuld bekommt. Ganz egal was Russland oder die Ukrainischen Rebellen auch machen werden, es wird darüber immer so berichtet, daß es Negativ herüberkommt, damit man immer schön mit dem Finger darauf zeigen kann. Ohne Russland hätte es zum Beispiel in Syrien von NATO Bomben nur so geregnet, so wie in Lybien. Haben wir etwas positives darüber in unseren Medien hören oder lesen können? Es wird weiter gegen Syrien gehetzt und weiterhin von den NATO Staaten Terroristen nach Syrien über die Türkei eingeschleust. Diese bekommen natürlich auch Westliche Waffen und Fahrzeuge, das sind dann die gleichen Terroristen, die momentan im Irak Massaker und Anschläge begehen, die sogenannte ISIS! Also, warum können wir darüber hier in Deutschland nichts in den großen Massenmedien finden? Da die Propagandaabteilungen dies nicht erlauben und jeden Journalisten kündigen oder versetzen, der sich nicht daran hält. So läuft es auch in den USA ab, vor allem bei dem Thema Israel und deren Kriege. Wir werden auf der ganzen Welt belogen und betrogen, die Mehrheit der Menschen beschwert sich darüber in den Kommentaren, aber leider lesen immer noch zu viele Menschen deren Lügen Nachrichten und wundern sich, das diese immer weiter belogen werden!
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