Einsatz gegen Dschihadisten in Mali 13 französische Soldaten sterben bei Hubschrauberabsturz

In Mali sind nach einem Unfall zweier Helikopter mehrere französische Soldaten ums Leben gekommen. Präsident Macron spricht den Angehörigen sein Beileid aus, will den Kampf gegen Islamisten aber fortsetzen.

Gefährlicher Einsatz: Französischer Militärhubschrauber in Ndaki, Mali
REUTERS/Benoit Tessier

Gefährlicher Einsatz: Französischer Militärhubschrauber in Ndaki, Mali


Beim Absturz zweier Armeehubschrauber in Mali sind 13 französische Soldaten getötet worden. Ein Unfall der beiden Helikopter habe den Absturz verursacht, teilte der französische Élysée-Palast mit. Das Unglück ereignete sich am Montagabend. Die Soldaten befanden sich demnach im Einsatz gegen Dschihadisten in dem westafrikanischen Land. Ein Armeesprecher sagte der Nachrichtenagentur Reuters zufolge, die Hubschrauber seien zusammengestoßen.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sprach den Angehörigen der Soldaten sein Beileid aus und würdigte den Mut der Soldaten. Verteidigungsministerin Florence Parly kündigte eine Untersuchung an, um die Umstände des Unfalls zu klären.

Jagd auf Terroristen - Hubschrauber kollidierten in geringer Höhe

Nach Angaben ihres Ministeriums waren ein Cougar-Hubschrauber und Tiger-Kampfhubschrauber zusammengestoßen. Die Kommandos verfolgten demnach eine Gruppe von Terroristen, die einige Stunden zuvor entdeckt worden und mit Pickup-Trucks und Motorrädern unterwegs waren. Gegen 19.40 Uhr kollidierten die beiden Hubschrauber in geringer Höhe. Keiner der Insassen überlebte. Der Unfall ereignete sich im malischen Liptako.

Bei den Toten handelt es sich nach Angaben des Élysée um sechs Offiziere, sechs Unteroffiziere und einen Hauptgefreiten. Nach Angaben des Bürgermeisters François Bayrou kamen sieben der Soldaten aus der südfranzösischen Stadt Pau. Für Frankreich seien sie wahre Helden, erklärte Bayrou auf Twitter. "Für unsere Stadt, für uns, sind sie unsere kostbaren Kinder."

Frankreich kämpft in Mali und weiteren Ländern der Sahelzone mit der Truppe "Barkhane" gegen islamistische Terroristen. Ihr gehören etwa 4500 Soldaten an.

Macron versicherte der Erklärung zufolge, der "harte Kampf gegen den Terrorismus" in der Region werde fortgesetzt. In Mali ist auch die Bundeswehr im Einsatz. Sie beteiligt sich dort an der Uno-Stabilisierungsmission Minusma und der EU-Ausbildungsmission EUTM.

mes/AFP/dpa/AP/Reuters



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