Mali 37 Zivilisten bei bewaffnetem Überfall getötet

In Mali sollen Angehörige der Volksgruppe der Dogon ein Dorf der Fulbe angegriffen und überfallen haben. Mehr als 30 Menschen starben.

Bundeswehrsoldat in Mali (Archivbild)
DPA

Bundeswehrsoldat in Mali (Archivbild)


Im Zentrum von Mali sind 37 Zivilisten bei einem bewaffneten Überfall getötet worden. Der Angriff habe sich gegen ein Dorf der Volksgruppe der Fulbe gerichtet, sagte der Parlamentsabgeordnete Karim Keïta, der Sohn von Staatschef Ibrahim Boubacar Keïta, der Nachrichtenagentur AFP.

Nach Angaben aus malischen Sicherheitskreisen und eines Augenzeugen wurde der Angriff von Jägern der Volksgruppe der Dogon verübt. Diese hätten das Dorf in der Region von Mopti im Morgengrauen angegriffen. Der Abgeordnete Keïta sprach von einer "kriminellen Tat". Bei dem Angriff seien auch Dorfbewohner verletzt worden, die er im Krankenhaus von Mopti besucht habe.

Seit 2012 kommen immer mehr islamistische Gruppierungen in das westafrikanische Mali, damals übernahmen sie die Kontrolle über den Norden des Landes. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff 2013 militärisch ein und drängte die Islamisten zurück.

Am Abend veröffentlichte die Regierung in Bamako eine Erklärung, in der sie den Angriff bestätigte. Mehrere Menschen seien verletzt und zahlreiche Häuser niedergebrannt worden, hieß es darin. Die Verantwortlichen für das Verbrechen würden zur Rechenschaft gezogen.

Sicherheitslage weiter instabil

In den vergangenen Jahren haben sich auch die ethnischen Konflikte zwischen den Fulbe, die der Viehzucht nachgehen, und den Dogon sowie den Bambara, die Landwirtschaft betreiben, verschärft. Dies wird mit dem Erscheinen der dschihadistischen Gruppe des Predigers Amadou Koufa in der Region in Verbindung gebracht. Amadou Koufa war Ende November bei einem Einsatz der französischen und malischen Armee getötet worden.

Obwohl Tausende internationale Soldaten vor Ort sind, ist die Lage in Mali weiter instabil. Auch die Bundeswehr ist in dem Land im Einsatz: Sie beteiligt sich unter anderem an der Uno-Mission Minusma im Norden des Landes. Während des Besuchs von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) im November sprengte sich in Gao ein Selbstmordattentäter in die Luft.

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kko/AFP



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