Terror in Mali Al-Qaida meldet Tötung von französischer Geisel

Der nordafrikanische Ableger der Terrororganisation al-Qaida hat angeblich eine französische Geisel in Mali getötet. Der vor mehr als einem Jahr entführte Mann sei als Reaktion auf die Militärintervention Frankreichs in dem Land umgebracht worden. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es nicht.

Verdon (r.) mit Terroristen (Aufnahme aus 2011): Al-Qaida meldet seinen Tod.
AFP

Verdon (r.) mit Terroristen (Aufnahme aus 2011): Al-Qaida meldet seinen Tod.


Paris - Die französische Geisel Philippe Verdon ist in Mali angeblich von einer Qaida-Untergruppe getötet worden. Der "Spion" sei am 10. März als Reaktion auf den französischen Militäreinsatz "hingerichtet" worden, sagte ein Sprecher der Terrororganisation im islamischen Maghreb (Aqmi), der sich "Al-Qairawani" nannte, am Dienstagabend der privaten Nachrichtenagentur Ani.

Verdon war im November 2011 in der Stadt Hombori im Norden Malis gekidnappt worden. Später hatte der Qaida-Ableger ein Foto veröffentlicht, das ihn mit dem ebenfalls entführten Franzosen Serge Lazarevic zeigt.

Das französische Außenministerium in Paris bestätigte den Tod der Geisel zunächst nicht. Ein Sprecher sagte lediglich, das Ministerium prüfe die Angaben. 14 weitere französische Staatsbürger sind noch immer in Westafrika in der Gewalt von Terroristen.

Frankreich hatte am 11. Januar militärisch in Mali eingegriffen, um ein Vordringen von Islamisten zu stoppen, die zuvor den gesamten Norden des Landes unter ihre Kontrolle gebracht hatten. Truppen der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (Ecowas) sollen das französische Kontingent nun ablösen.

als/dpa/AFP



© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.