Mali Viele Tote bei Überfall von Islamisten

Ihr Angriffsziel war ein Lager von Tuareg-Nomaden. In Mali haben radikale Islamisten mindestens 16 Menschen getötet.


Die Täter kamen auf Motorrädern: Radikale Islamisten haben im Nordosten von Mali mindestens 16 Angehörige des Tuareg-Stammes getötet. Der Angriff auf das Lager der nomadisch lebenden Menschen habe sich in der Nähe des Ortes Inékar in der Region Ménaka ereignet, berichtete eine Militärsprecherin.

Der Überfall gehe wohl auf das Konto von Kämpfern, die dem "Islamischen Staat" (IS) die Treue geschworen hätten. Das Motiv für den Angriff blieb zunächst unklar.

Vor allem der von der Sahara geprägte Norden Malis gilt als Rückzugsgebiet verschiedener Gruppen islamistischer Extremisten. Die Bundeswehr beteiligt sich dort mit rund 1000 Soldaten an einer Uno-Friedensmission zur Stabilisierung des westafrikanischen Landes. Frankreichs Militär engagiert sich in Mali und den Nachbarländern mit rund 4500 Soldaten im Kampf gegen den Terrorismus.

als/dpa



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