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04. Juni 2017, 13:38 Uhr

Wahlsieg

Maltas Labour-Premier bleibt im Amt

Joseph Muscat bleibt Regierungschef in Malta. Der Labour-Politiker hat sich zum Sieger der Parlamentswahl erklärt, die Opposition bestätigte ihre Niederlage.

Die Korruptionsvorwürfe konnten ihm nichts anhaben: Joseph Muscat, Premierminister in Malta, bleibt trotz einer Finanzaffäre im Amt. Der Labour-Politiker hat sich am Sonntagmittag zum Sieger der Parlamentswahlen in Malta erklärt. Malta ist das kleinste EU-Land und hat noch bis Ende Juni die EU-Ratspräsidentschaft inne.

Die ersten Ergebnisse der Stimmauszählung zeigten "klar, dass die Wähler sich dazu entschlossen haben, denselben Weg weiterzugehen", sagte Muscat. Den ersten Ergebnissen zufolge hat Muscat einen Vorsprung von rund 30.000 Stimmen. Die oppositionelle Nationalistische Partei gestand ihre Wahlniederlage ein.

Der Mitte-links-Politiker Muscat hatte Anfang Mai vorgezogene Parlamentswahlen angesetzt, nachdem gegen ihn und seine Frau im Zusammenhang mit den Panama Papers Vorwürfe laut geworden waren. Muscats Frau wird angelastet, eine geheime Offshorefirma in Panama zu haben. Muscat hatte die Wahlen wegen der Vorwürfe ausgerufen - rund ein Jahr vor dem regulären Ende des Legislaturperiode.

Zudem steht Muscat wegen zweifelhafter Steuerpraktiken europäischer Konzerne in seinem Land in der Kritik, es geht dabei auch um namhafte deutsche Unternehmen. Muscat wies entsprechende Enthüllungen als "Lügen" zurück.

Oppositionskandidat Simon Busuttil warf Muscat vor der Wahl am Samstag vor, Maltas Ruf beschädigt zu haben. Der Regierungschef verweist dagegen auf den Wirtschaftsboom des Inselstaates. Malta hat das höchste Wirtschaftswachstum unter den EU-Staaten, für dieses Jahr wird mit 4,6 Prozent gerechnet. Der 43-jährige Muscat hatte 2013 nach 15 Jahren die Konservativen an der Regierung abgelöst.

him/AFP/dpa

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