Attentat in Großbritannien May beruft Krisensitzung ein

Nach dem Anschlag in Manchester hat Premierministerin Theresa May den Opfern und Angehörigen ihr Mitgefühl ausgedrückt. Die Konservative und der Sozialdemokrat Corbyn werden den Wahlkampf aussetzen.

Theresa May
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    • Bei einem Pop-Konzert in Manchester hat sich ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt.
  • • 22 Menschen kamen ums Leben, darunter Kinder. Rund 60 Personen wurden verletzt.
• Die Terrormiliz "Islamischer Staat" hat die Tat für sich reklamiert. Über die Hintergründe des Attentats ist allerdings noch wenig bekannt. Die Fakten im Überblick.

Die britische Premierministerin Theresa May hat nach dem Sprengstoffanschlag in Manchester eine Krisensitzung der Regierung angesetzt. Sie soll am Dienstagmorgen in der Downing Street stattfinden. Außerdem sprach May den Opfern und ihren Angehörigen ihr Mitgefühl aus: "Wir sind dabei, alle Einzelheiten dessen, was von der Polizei als entsetzlicher Terroranschlag behandelt wird, herauszuarbeiten. All unsere Gedanken sind bei den Opfern und den Familien von allen, die betroffen sind."

Auch der Chef der britischen Labour-Partei, Jeremy Corbyn, zeigte sich bestürzt. "Furchtbarer Vorfall in Manchester. Meine Gedanken sind bei den Betroffenen und unseren großartigen Rettungsdiensten", schrieb Corbyn bei Twitter. Der Oppositionspolitiker und May werden zudem bis auf Weiteres ihren Wahlkampf aussetzen. Am 8. Juni wird das Unterhaus neu gewählt.

Bei einem Konzert von US-Sängerin Ariana Grande in Manchester am Montagabend hatte sich ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. 22 Menschen kamen dabei ums Leben, Dutzende weitere wurden verletzt.

"Ich sende Liebe an alle Betroffenen in Manchester"

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Auch aus dem Ausland gab es Mitgefühl. "Schreckliche Nachrichten aus Manchester", schrieb der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, bei Twitter. "In Gedanken bei den Toten, dem Leid der Verletzten + denen, die ihre Liebsten noch suchen." Kanadas Premierminister Justin Trudeau schrieb ebenfalls bei Twitter: "Kanadier sind durch die Nachricht des schrecklichen Angriffs heute Abend in Manchester schockiert. Bitte nehmt die Opfer & ihre Familien in eure Gedanken auf."

"Mir fehlen die Worte"

Die Bürgermeister von Paris und Nizza, die in den vergangenen Jahren schwere Terroranschläge erlebt hatten, äußerten sich ebenfalls. "Heute steht Paris an der Seite Manchesters", schrieb die Bürgermeisterin der französischen Hauptstadt, Anne Hidalgo, auf Twitter. "Meine Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien." Der Rathauschef von Nizza, Christian Estrosi, schrieb in der Nacht: "Solidarität mit den Einwohnern von #Manchester."

Das US-Innenministerium beobachtet nach der Explosion die Situation. Derzeit gebe es keine Anzeichen dafür, dass auch für US-Ziele eine unmittelbare Gefahr bestehe, hieß es in einer Stellungnahme. "Wir arbeiten mit unseren Kollegen im Ausland zusammen, um weitere Details zur Ursache der Explosion zusammenzutragen."

"Am Boden zerstört" zeigte sich Ariana Grande, die bei dem Vorfall unverletzt blieb. "Aus tiefstem Herzen: Es tut mir so leid. Mir fehlen die Worte", schrieb die 23-Jährige. Viele Stars bekundeten der Sängerin und den Konzertbesuchern am Dienstag über den Kurznachrichtendienst Twitter ihre Unterstützung. Viele fassten ihr Empfinden in einem Wort zusammen: "herzzerreißend".

Karte zum Anschlagsort
SPIEGEL ONLINE/ GoogleEarth

Karte zum Anschlagsort

max/dpa/Reuters



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